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Planungen für die Auetaler Ganztagsschule laufen auf Hochtouren / Schulvorstand informiert sich an Grundschule Süd

Gemeinsam essen: Wer nicht bezahlt, ist trotzdem dabei

Auetal/Rinteln (la). Nach der Genehmigung der Ganztagsschule für die Grundschule Auetal ab dem Schuljahr 2008/2009 haben die Planungen begonnen und laufen bereits auf Hochtouren. Gestern hat der Auetaler Schulvorstand, gemeinsam mit Olaf Humke von der Verwaltung, die Grundschule Süd in Rinteln besucht, um sich über die Erfahrungen zu informieren und die Örtlichkeiten zu besichtigen.

veröffentlicht am 27.02.2008 um 00:00 Uhr

Mitglieder des Auetaler Schulausschusses schauen bei der Essenau

"Wir haben den größten Teil der Ganztagsbetreuung, einschließlich der Mensa, in unserer ,Villa', die dafür umgebaut wurde", erläuterte der Rintelner Schulleiter Manfred Asche. Das Gebäude, das bis zur Einführung der Ganztagsschule hauptsächlich als Lagerraum benutzt wurde, ist komplett umgebaut und aufgestockt worden. Im Erdgeschoss besichtigten die Auetaler Lehrkräfte und Mütter die Mensa. "Wir bekommen unser Essen aus dem Krankenhaus Rinteln", erklärte Asche. In der Ganztagsbetreuung seien zurzeit etwa 75 Kinder. Die Servicekraft Gabriele Steinecke-Otholt teilt das Essen aus, Getränke nehmen sich die Kinder selber, und nach dem Essen räumen sie auch ihr Geschirr wieder ab. "Die Mensa ist schön eingerichtet. Die bunten Stühle gefallen mir besonders gut", stellte die Auetaler Lehrerin Sylke Müller fest. Natürlich wurden auch die Kinder gefragt, wie ihnen das Essen schmeckt. "Meistens ganz gut", waren sich zwei Jungen einig. "Das Essen ist lecker, und es gefällt mir gut, dass wir hier zusammen essen", sagte die neunjährige Cennet. Gemeinsam mit den Kindern essen meist auch die drei Lehrkräfte, die im Nachmittagsbereich tätig sind, sowie die drei pädagogischen Mitarbeiterinnen. "So ist auch gleich die Aufsicht gewährleistet", sagte Asche. Den Auetaler Schulleiter, Carl Gundlach, interessierte auch der finanzielle Teil des Schulessens. "Wie kassieren Sie das Geld von den Kindern? Wird von allen immer bezahlt?" fragte er seinen Kollegen. Asche gab zu, dass es nicht immer ganz einfach ist, das Essengeld von den Eltern zu bekommen. Es blieben auch schon mal Zahlungen aus. "Das gemeinsame Essen gehört aber zu unserem pädagogischen Konzept. Da wollen wir möglichst alle Kinder einbeziehen, und um Außenstände auszugleichen, kaufen wir lieber mal einen Beamer weniger", sagte Asche. 2,20 Euro kostet das Mittagessen pro Kind. Bezahlen müssen die Eltern aber nur 2 Euro. "Es gibt eigentlich immer Gemüse oder Salat, und das Essen ist abwechslungsreich, aber ganz gesundes Essen kann man für das Geld natürlich nicht bekommen", gab Asche zu. Dann ging der Rundgang durch die "Villa" weiter. Asche zeigte den Besuchern die Betreuungsräume, den Werkraum und den Mehrzweckraum im Obergeschoss. "Ist das schön! Wir sind total begeistert", sagte Ulrike Hohmeyer. "So viel Platz haben wir leider nicht", stellte Gundlach fest. Asche zeigte den Besuchern, dass der Mehrzweckraum, in dem auch die Hausaufgabenbetreuung stattfindet, mit vielen Raffinessen platzsparend eingerichtet wurde. "Hier ist alles mobil. Die Stühle lassen sich stapeln, die Tische passen alle zusammen und können ebenfalls auf Wagen gestapelt werden, die Stellwände können zusammengeschoben werden, und unsere schalldichte Trennwand können wir nach Bedarf öffnen oder schließen", so Asche. Es wurde auch die Frage erörtert, welche Betreuungsangebote den Rintelner Kindern zur Verfügung stehen. Mit den vielen Eindrücken und Informationen im Gepäck machte sich der Auetaler Schulvorstand auf den Heimweg. "Nach den Osterferien werden wir uns zusammensetzen und Nägel mit Köpfen machen", sagte Gundlach, und Humke versprach eine gute Zusammenarbeit zwischen der Schule und der Verwaltung.



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