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Sportplatz Rolfshagen: Nach Sanierung in private Hände übergeben / Poggenhagen: Durchfahrtsverbot für "Wischfeld"

Gemeinde will auch das Kicker-Vereinsheim loswerden

Auetal (rnk). Tempo-30-Zone in der Siedlung, eine stärkere Auslastung des Jugendzentrums, das Sportheim der Fußballer: Die Rolfshäger Probleme haben bei der zweiten SPD-Radtour durch das westliche Auetal den größten Raum eingenommen.

veröffentlicht am 17.08.2006 um 00:00 Uhr

Wäre für die Gemeinde ein Treffer: Für das Vereinsheim wird jema

In der Siedlung Rolfshagen wurde zunächst über die Situation der Tempo-30-Zonen diskutiert. Durch verschiedene Geschwindigkeitsmessungen wurde jüngst deutlich, dass die Tempo-30-Zone im Allgemeinen beachtet wird. Doch es gibt immer noch Raser mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 50 Stundenkilometern, die spielende Kinder gefährden. Die Verwaltung habe daher erst einmal drei markante Hinweisschilder auf spielende Kinder an den Zufahrten zur Rolfshäger Siedlung installiert, erklärte SPD-Bürgermeisterkandidat und Verwaltungsvize Thomas Priemer. Ebenfalls ein Rolfshäger Problemkind: das Jugendzentrum. Gaby Willers, Kay-Uwe Wiechmann, Rüdiger Teich und Thomas Priemer hatten ein Konzept zur Belebung des Jugendzentrums ausgearbeitet. Ihr Vorschlag: Die Vereine sollen aufgefordert werden, mit ihren Jugendgruppen das Jugendzentrum stärker zu nutzen. Angedacht wurden Billardabende, Kickerturniere oder DVD-Abende. Alle Kandidaten waren sich dabei einig, dass im einwohnerstärksten Ort Rolfshagen das zentral gelegene Jugendzentrum nicht nur im Rahmen der offenen Jugendarbeit zur Verfügung stehen müsse, sondern gleichermaßen auch als Treffpunkt für vereinsangehörige Jugendliche in Anspruch genommen werden solle. Damit werde eine größere Auslastung erreicht. Und: Zukünftig müsse eine Freifläche als Spielfläche eingerichtet werden, denn - wenig überraschend - Jugendliche würden bei schönem Wetter ins Freie drängen. Nächster Haltepunkt war der Sportplatz, wo Kay-Uwe Wiechmann den Zustand des Vereinsheims dargestellte. Wie in anderen Auetaler Ortsteilen, zuletzt Bernsen (wir berichteten), gibt es mittlerweile auch hier Überlegungen, das Vereinsheim privat zu bewirtschaften. Voraussetzung dafür ist - ähnlich wie in Bernsen - eine Sanierung, insbesondere der Umbau der sanitären Anlagen, und eine dauerhafte Feuchtigkeitssperre, vor allem im rückwärtigen Gebäudeteil. Wiechmann sieht durchaus Chancen, dass dieses Gebäude privat übernommen werden könnte, wenn im Rahmen einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Gemeindeverwaltung und Sportverein, klar definiert werde, welche Sanierungsleistungen erbracht werden müssten. Zuvor hatten die rund 30 Radler in Poggenhagen die Situation in der Uferstraße/Einmündung in den Wirtschaftsweg "Wischfeld" besichtigt. Schnell wurde klar, dass der Wirtschaftsweg mit einem Durchfahrtsverbot für den außerlandwirtschaftlichen Verkehr versehen werden muss, um spielende Kinder in der Uferstraße nicht zu gefährden, um Verkehrslärm, insbesondere in den Nachtstunden, zu vermeiden und, nicht zu vergessen, um das Ausfahren des Wirtschaftsweges zu vermeiden. Die Gemeindeverwaltung will kurzfristig tätig werden. Am Friedhof in Borstel wurde die Sanierung des Fußweges erläutert. Durch die Zusammenarbeit mit der Schaumburger Beschäftigungsgesellschaft konnte kostengünstig die Sanierung des Weges vorgenommen werden. Im Rahmen einer sich verstärkt anbahnenden interkommunalen Zusammenarbeit, so Priemer, würden jetzt und in Zukunft kostengünstige Lösungen gesucht, die sowohl den Gemeindehaushalt entlasten als auch für den kommunalen Bauhof an anderer Stelle Freiräume erzielen würden: "Weitere Projekte sind und werden mit der Schaumburger Beschäftigungsgesellschaft vereinbart." In der Straße "Auf der Hude" ist in Eigenleistung unter Beteiligung der Firma Kluge und mit Hilfe von Regionalisierungsmitteln des Bundes ein Buswartehäuschen erstellt worden. Priemer lobte insbesondere die Freiwilligen der Dorfgemeinschaft Borstel, die die Ausmauerung des Fachwerkes und die Dacheindeckung erledigten. Die Sanierung des Borsteler Siedlungsweges als Strecke für den Schulbusverkehr stehe unmittelbar bevor, so Priemer weiter. Spätestens zum Beginn des Schuljahres werde der Siedlungsweg saniert sein. Priemer verwies darauf, dass versucht werden soll, die Schulbuslinie auch für den Transport der Kinder in die weiterführenden Schulen über den Siedlungsweg und die Hude laufen zu lassen. Es mache keinen Sinn, Schüler der 4. Klasse Grundschule abzuholen und Schüler der 5. Klasse zum Gymnasium oder zur Real- oder Hauptschule bis an die Schulbushaltestellen in der "Reihe" laufen zu lassen.

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