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Kreisausschuss für weitere Mittel / Investitionen an Standort Bückeburg gebunden

Geld-Infusion soll die EWR retten

Landkreis (ugr/ssr). Der Kreisausschuss hat gestern grünes Licht für den Fortbestand der "Erlebniswelt Renaissance" (EWR) gegeben. "Die Kuh ist ein bisschen vom Eis." Erleichtert fasste Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier die längere Diskussion im Ausschuss zusammen. Im Kern einigten sich die Politiker einhellig auf drei wichtige Punkte:

veröffentlicht am 29.11.2006 um 00:00 Uhr

Die Geschäftsberichte der Jahre 2005 und 2006 sollen von einer renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testiert werden. Zudem wird die neue Geschäftsführung verpflichtet, umgehend Finanzpläne für die beiden nächsten Jahre zu entwickeln. Bei nachgewiesenem Bedarf fließen aus Schaumburg 250 000 Euro zur Liquiditätserhaltung der EWR. Sollten bis zur Kreistagssitzung am 19. Dezember die entsprechenden Vorgaben an Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung erfüllt sein, stünden nach Angaben Schöttelndreiers weitere 350 000 Euro aus Schaumburg bereit. "Allerdings erfolgt eine Auszahlung ausschließlich für Arbeiten am Standort Bückeburg", betonte der Landrat. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass der Standort Bückeburg "2007 ans Netz gehen kann". Bereits am Montagabend hatte der Hameln-Pyrmonter Kreistag seine Hausaufgaben in Sachen "Erlebniswelt Renaissance" erledigt. Zur Deckung eines aktuellen Finanzlochs von gut 1,3 Millionen Euro bewilligte Hameln-Pyrmont knapp 550 000 Euro für die Erlebniswelt (wir berichteten). "Ich bin heilfroh, dass wir den Kompromiss hinbekommen haben", sagte Schöttelndreier. Bereits morgen beginnt eine Prüfungsgruppe mit ihrer Arbeit. Sie soll unter anderem die bisherigen Arbeiten für den Standort Bückeburg kontieren. Für Schöttelndreier ist dies auch ein Stück Absicherung, dass die für Investitionen geplanten 350 000 Euro auch tatsächlich in Bückeburg verbaut werden. Die SPD/FDP-Gruppe hat der jetzt gefundenen Linie nach den Worten ihres Vorsitzenden Eckhard Ilsemann in derÜberzeugung zugestimmt, "dass die EWR ein für Schaumburg unverzichtbares zielorientiertes Projekt darstellt". Daher sei es wichtig, durch ein Absichern der Liquidität die Existenz des EWR in Gänze zu gewährleisten. Insbesondere die Projektausführung in Bückeburg liege der SPD/FDP-Gruppe am Herzen, ergänzte Ilsemann. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Gunter Feuerbach bezeichnete den Beschluss als "einen guten Kompromiss aus allem, was in den vergangenen Tagen von verschiedenen Seiten intensiv diskutiert worden ist" (siehe "Zum Thema"). Unter den vier CDU-Abgeordneten im Kreisausschuss habe es gestern vor der Abstimmung "ein kurzes In-die-Augen-blicken und daraufhin ein allseitiges Kopfnicken" gegeben, berichtete Feuerbach. "In der jetzt beschlossenen Kompromisslinie findet sich die gesamte CDU-Fraktion wieder", betonte er vor dem Hintergrund der fraktionsinternen Meinungsbildung in den vergangenen Tagen.

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