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Neues Modell bei Resohelp / Land finanziert Einrichtung weiter

Geld und Arbeit können junge Leute vor dem Knast bewahren

Hameln (git). Zahlen statt sitzen: Die Gefangenenhilfsorganisation Resohelp will straffällige Jugendliche davor bewahren, ins Gefängnis gehen zu müssen, weil sie eine verhängte Geldstrafe nicht zahlen können. „Wir prüfen, ermitteln und vermitteln“, erklärt Resohelp-Mitarbeiter Michael Karin das Prinzip „Geldverwaltung statt Ersatzfreiheitsstrafe“. „So ist am Ende oft eine angemessen Ratenzahlung für unseren Klienten möglich“, ergänzt Monika Koschany. Auch die Umwandlung der Geldstrafe in gemeinnützige Arbeit könne eine Lösung sein.

veröffentlicht am 05.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 08.02.2010 um 11:24 Uhr

Wollen straffälligen Jugendlichen helfen: Dr. Stefan von der Bec

In einem verwandten Gebiet ist Resohelp bereits sehr erfolgreich: Im vergangenen Jahr haben von 576 Klienten bereits 368 die Schuldnerberatung von Resohelp in Anspruch genommen. Für das seit Beginn dieses Jahres bestehende Angebot „Geldverwaltung statt Ersatzfreiheitsstrafe“ gab es bisher drei Anfragen.

Besuch von oberster Stelle, vom „Ambulanten Justizsozialdienstes Niedersachsen“ (AJSD), bekam Resohelp in dieser Woche. Und dabei ging es unter anderem ums Geld. Der Leiter der AJSD, Dr. Stefan von der Beck, informierte sich mit Klaus Macke und Wolfgang Berner vom AJSD- Bezirk Hannover bei der Hamelner Anlaufstelle für Straffällige über deren Arbeit.

Grund des Besuch war unter anderem das neue Reformprojekt das am 1. Januar 2009 in Kraft getreten war und die Arbeit der sozialen Dienste der Justiz zentralisieren soll. Seit diesem Zeitpunkt ist nämlich das Oberlandgericht Oldenburg, federführend mit von der Beck, für Hameln zuständig. Im Reformprojekt sind die bisherigen elf Bewährungshilfestellen bei den Landgerichten und die elf Gerichtshilfestellen bei den Staatsanwaltschaften zusammengefasst worden. Die fachliche Steuerung geht von Oldenburg aus. „Wir wollen uns bei der Betreuung der Straffälligen besser vernetzten“, sagte von der Beck.

Das Land unterstützt Resohelp Hameln jährlich mit 98 000 Euro Personalkosten, und dafür will von der Beck auch weiterhin sorgen. Eine Zusage, die Reinhold Marx vom Träger Caritas Hameln-Holzminden begrüßt. Während die staatlichen Sozialdienste der Justiz von den Straffälligen nicht umgangen werden können, arbeitet Resohelp Hameln ausschließlich auf freiwilliger Basis, nunmehr seit 30 Jahren.



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