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In Schulen investieren

Geld sparen: Tonziegel fürs Hochzeitshaus verwenden

Ein dickes Kompliment an SPD, Linke, FDP und Piraten für ihr Votum zu einer grundlegenden Überprüfung der Frage nach der sinnvollen Dacheindeckung des Hochzeitshauses!

veröffentlicht am 24.03.2020 um 00:28 Uhr

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Zu: „Knapp 800 000 Euro Preisunterschied“, vom 27. Februar


Zunächst ganz kurz ein paar wichtige Anmerkungen zur Historie des Hochzeitshauses: Erbaut 1610 bis 1617, saniert 1931/32 mit vollständiger Entkernung und Abbruch des alten Dachstuhls, umgebaut 1996 im Zuge des Projektes „Erlebniswelt Renaissance“. Als Resümee des vorgenannten Rückblicks bleibt festzuhalten, dass sich etwaige Denkmalschutzbestimmungen lediglich auf die Außenfassade des Hochzeitshauses beziehen können und keinesfalls auf die innere Beschaffenheit und auch nicht auf die Dacheindeckung, wie Stadtbaurat Aden vermutet. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint mir ein Zuschuss in Höhe von 450 000 Euro aus Denkmalschutz-Sonderpro- gramm äußerst fragwürdig.

Wenn ich weiterhin berücksichtige, dass in den letzten 15 Jahren nahezu alle Bauvorhaben in Hameln die ursprünglich veranschlagten Kosten um ein Vielfaches überstiegen haben, so befürchte ich, dass dies bei der Dachsanierung des Hochzeitshauses nicht anders sein wird. Schon jetzt ist unbestritten, dass die Eindeckung mit Sandstein erheblich teurer sein wird als mit Tonziegeln. Bislang nicht berücksichtigt sehe ich die Instandhaltungskosten in den Folgejahren. Dass diese bei Sandstein höher sein werden als bei Tonziegeln, dürfte außer Frage stehen. Vielleicht könnte uns Herr Aden hierzu genauere Zahlen liefern, wenn er die Reparaturkosten für das vorhandene Dach der letzten zehn Jahre nennen würde. Fazit: In Anbetracht der ohnehin klammen Stadtkasse plädiere ich für eine Dacheindeckung mit Tonziegeln! Der Betrachter wird aus zirka 25 Metern keinen Unterschied zum Sandstein erkennen, heimische Firmen können an der Ausschreibung teilnehmen, da es keiner Spezialfirmen bedarf, und die Folgekosten bleiben überschaubar.

Das eingesparte Geld könnte in Schulen und Ausbildungsplätze für unsere Kinder investiert werden



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