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Auch heute wieder sechs Gruppen in Rinteln unterwegs / Morgen Dankgottesdienst

Geld sammeln und Segen bringen: "Sternsinger für die Eine Welt"

Rinteln (clb). "Das ist eine ganz tolle Geste von Euch, dass ihr in den Staaten, wo es Kindern nicht so gut geht, helft und uns gleichzeitig Euren Segen gebt", dankte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz den sechs kleinen Sternsingern, nachdem sie gestern Nachmittag die Kreidezeichen "20*C+M+B+08" an den Hintereingang des Rathauses geschrieben und die Lieder "Wir kommen aus dem Morgenland" und "Seht in unserem Stern dort stehen..." gesungen hatten. Zum Danküberreichte Buchholz ihnen im Namen der Stadt Rinteln einen Umschlag mit einem Geldscheck.

veröffentlicht am 05.01.2008 um 00:00 Uhr

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28 kleine Sternsinger, kostümiert als Kaspar, Melchior und Balthasar, Sternenträger und Engel, sind auch gestern wieder von der katholischen Kirche St. Sturmius ausgesandt worden, um unter dem bundesweiten Motto "Sternsinger für die Eine Welt" Spendengelder zu sammeln und - bereits zum 50. Mal - auf Not und Elend in den Entwicklungsländern aufmerksam zu machen. In sechs Gruppen ging es von Haus zu Haus, besucht wurden Gemeindemitglieder, die sich vorher dafür angemeldet haben und teilweise schon jahrelang an der Aktion teilnehmen. Eine dieser sechs Gruppen, bestehend aus Niklas, Jannes und Julian als Kaspar, Melchior und Balthasar, erhält Unterstützung von gleich zwei Sternträgerinnen, Judith und Hannah, sowie dem Schutzengel Antonia. Alle nehmen zum ersten Mal an der Aktion teil. Aufgeregt sind sie nur kurze Zeit, danach klappt alles wie am Schnürchen: Verse werden gesprochen (auch wenn der eine oder andere Versprecher dabei ist), Lieder gesungen, Kreidezeichen an die Türrahmen geschrieben und Gelder eingesammelt. Über den Kommunionsunterricht oder Freunde kommen immer wieder neue Kinder zu den Sternsingern, so zum Beispiel Jannes, der als Kaspar zum ersten Mal an der Aktion teilnimmt. "Mein Freund Julian hat mich gefragt, ob ich mitmachen will und jetzt bin ich dabei", erzählt er. Begleitet wird die Aktion auch zum ersten Mal von Maria und Ulrich Frick, die die Kinder zu den Gemeindemitgliedern fahren, mit ihnen singen und sie die ganze Zeit begleiten. Schon seit langem sind beide in der Gemeinde aktiv, engagieren sich für die Arbeit mit Kindern und halten auch dieses Projekt für sehr sinnvoll. Maria Frick, die in Südafrika geboren ist und 22 Jahre dort gelebt hat, kennt die Armut aus eigener Erfahrung: "Man weiß, was für eine Not dort herrscht, und es ist wichtig, dass die Kinder in Deutschland ein Gefühl dafür bekommen." Im nächsten Jahr wollen sie und ihr Mann die Aktion in jedem Fall wieder unterstützen. Auch heute besuchen die Sternsinger wieder in sechs Gruppen Familien in ganz Rinteln, sammeln Geld und sprechen ihnen ihren Segen aus. Morgen um 10 Uhr findet in St. Sturmius dann der Dankgottesdienst statt.

...und dann kommt der Segen.
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Erst wird gesungen...
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