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Warum leisten wir uns überhaupt Politiker?

Geld für externe Beratungen verschleudert

Für externe Beratungen haben die dafür verantwortlichen Politiker im letzten Jahr weit mehr als eine halbe Milliarde Euro verschleudert. Allein das Verteidigungsministerium benötigte 154,9 Millionen – und das in einem halben Jahr. Dafür funktioniert bei der Bundeswehr in Teilen der Verwaltung und bei Geräten aller Art so gut wie nichts.

veröffentlicht am 07.02.2020 um 22:19 Uhr

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Zu: „Eine halbe Milliarde Euro für Berater“, vom 1. Februar

Hätte man vorher doch nur mich gefragt. Mein Vorschlag für externe Beratungen wären Besuche von Wahrsagebuden auf Kirmesplätzen. Die Ergebnisse der Glaskugelbefragungen hätten für die Verbesserung unserer Verteidigung zwar auch nichts bewirkt, doch diese Art der externen Unterstützung wäre erheblich preiswerter. Ähnliches gilt wohl auch für die anderen Ministerien – allen voran das Verkehrsministerium.

Kann es sein, dass in diesem zu viele Be-Scheuer-te (kleines Wortspiel) tätig sind? Warum leisten wir uns überhaupt ein so aufgeblasenes Politikerwesen inklusive aller nachgeordneten Fachressorts, wenn dennoch derart umfangreiche externe Beratungen nötig sind? Und wer garantiert uns, dass diese Unternehmen wirklich die Interessen des Volkes vertreten? In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen, dass laut lobbycontrol.de zirka 6000 Lobbyisten in Berlin tätig sind, von denen laut abgeordnetenwatch.de 778 mit einem Hausausweis direkten Zugang zu den Abgeordneten haben. Diese Leute sind ebenfalls „beratend“ tätig, haben allerdings völlig andere Ziele als das Wohl der Bevölkerung. Für einen wirtschaftlich besseren Ablauf hätte ich zwei Vorschläge. Erstens könnte man die Politiker komplett durch Beratungsfirmen ersetzen, weil dadurch wahrscheinlich mehr Steuergeld übrig bliebe.

Eine weit bessere Lösung wäre es, zweitens, wenn man auf die externen Berater verzichten würde. Dann könnten einmal jährlich für ein paar Tage alle Minister die Fenster des Finanzministeriums öffnen, eine Schaufel in die Hand nehmen und jede Menge des dadurch gesparten Bargelds in den Hof schütten. Nach Tagen geordnet könnten dann nacheinander Vertreter des maroden Schul- und Sozialwesens, der Pflege- und Kultureinrichtungen usw., sich bedienen und aufsammeln, was sie benötigen. Dort fehlt das Geld nämlich seit Jahrzehnten.



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