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Hubschrauberzentrum fehlen rund 700 000 Euro / Gespräche mit der Stadt über Zuschüsse

Geld fehlt: Schürmann-Bau steht auf der Kippe

Bückeburg (rc). Kann der Erweiterungsbau des Hubschraubermuseums in Bückeburg realisiert werden oder scheitert er, weil das Hubschrauberzentrum als Trägerverein des Museums nicht genügend eigene Gelder zusammenkratzen kann? Diese Frage wird derzeit hinter den Kulissen heiß diskutiert. Inzwischen hat sich der Trägerverein auch an die Stadt und den Landkreis Schaumburg gewandt, um dort abzuklären, ob öffentliche Zuschüsse gegeben werden können. Offen ist nach wie vor, ob und wann für den Erweiterungsbau EU-Gelder fließen. Eine Entscheidung dazu soll seitens der niedersächsischen Landesregierung im Herbst gefällt werden. Die Fördervoraussetzungen jedenfalls erfüllt das Museum auch nach Einschätzung aus dem Ministerium.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 14:00 Uhr

Der Schürmann-Entwurf für die Erweiterung des Hubschraubermuseum

Auf Anfrage bestätigte der Vorsitzende des Trägervereins, Oberst a.D. Wolfgang Raschke, dass es um die Frage "Schürmann-Bau oder nicht?" geht. Weitere Auskünfte könne er "eventuell" Ende des Monats geben. Bürgermeister Reiner Brombach bestätigt Gespräche zwischen ihm und Verantwortlichen des Hubschrauberzentrums, in denen das Finanzierungsproblem im Mittelpunkt gestanden hat. Einen Antrag auf Bezuschussung habe das Hubschrauberzentrum bisher aber nicht eingereicht. Rund 2,5 Millionen Euro sind "als Minimum" für den Erweiterungsbau sowie die museumspädagogische Umgestaltung der Ausstellung kalkuliert. Die Geldsammlung des Museums bei Industrie, diversen Stiftungen und den Kommunen brachten bisher 1,2 Millionen Euro, so jedenfalls die Aussagen Raschkes im November 2006 aus Anlass eines Festaktes zum 35-jährigen Bestehen des Hubschraubermuseums. Damals sagte er, dass weitere 1,343 Millionen Euro erforderlich seien. Der Großteil der Hoffnung beruht dabei darauf, dass von dieser Summe EU-Fördermittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro fließen. Mithin wären also noch rund 134 000 Euro aufzutreiben gewesen. Voraussetzung für die Zuteilung der EU-Mittel ist aber, dass das Museum mindestens die Hälfte der Gesamtinvestitionssumme aufbringt. Und da scheint in den vergangenen Monaten eine Finanzierungslücke entstanden zu sein. Der Bürgermeister bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass eine Zahl von rund 700 000 Euro im Raum stehe, die zur Finanzierung des Eigenanteils des Museums noch gebraucht würde. 220 000 Euro seien seinerzeit bereits vom Hubschrauberzentrum beantragt worden. Nun gehe es um weitere 400 000 bis 500 000 Euro. Brombach sieht dringenden Handlungsbedarf. In der Sitzung des Verwaltungsausschusses Ende August will er die Fraktionsspitzenüber die Gespräche informieren und "ausloten", ob die Politik zur Vergabe weiterer Zuschüsse bereit ist. Bisher sei die Politik nicht über die Gespräche informiert worden. Auch im Hinblick auf die Förderung des touristischen Stellenwertes der Stadt könne mit dem Bau ein weiterer Höhepunkt gesetzt werden.

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