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Ostendorfer Straße: Sieben Anlieger gegen Versetzung, sechs dafür / Bushaltestelle wird abgeschafft

Gehweg wird gebaut - Kriegerdenkmal bleibt

Schaumburg (clb). Die Planungen für den weiteren Gehwegbau entlang der Ostendorfer Straße laufen auf Hochtouren. Nachdem die GLL vor drei Wochen grünes Licht für die weiteren Maßnahmen der Dorferneuerung gegeben hatte (wir berichteten), ist am 15. Mai eine Bürgerversammlung abgehalten worden, bei der sowohl Anwohner der Ostendorfer Straße und Lehmkuhle als auch Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung sowie Vertreter des Ortsrates anwesend waren.

veröffentlicht am 31.05.2008 um 00:00 Uhr

Grünes Licht für den Gehwegausbau: Anfang Juli, so schätzt die V

Am Donnerstagabend hat sich der Ortsrat Deckbergen-Schaumburg-Westendorf deshalb zu einer Sitzung im Schaumburger Dorfgemeinschaftshaus zusammengefunden, um die Ergebnisse der Bürgerversammlung zu reflektieren und sich selber ein Bild von den laufenden Planungen zu machen. Bei der Anliegerversammlung hat das Hamelner Ingenieurbüro Weinkopf die vorgesehenen Um- bzw. Ausbaumaßnahmen anhand einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt. Dabei kam erneut die Frage auf, ob das Kriegerdenkmal am Einmündungsbereich Lehmkuhle versetzt werden soll. Um ein Meinungsbild zu bekommen, konnten die Anlieger darüber abstimmen - sieben der etwa 30 Anwesenden sprachen sich gegen eine Verschiebung aus, sechs waren dafür. "Ein leider doch nicht so eindeutiges Meinungsbild, wie wir es uns gewünscht hätten", bedauerte Ortsbürgermeister Eckhard Hülm (SPD) bei der Ortsratssitzung, wo die Planungen erneut vorgestellt wurden. Dennoch sorgte das Thema für weiteren Diskussionsbedarf: So stellte August Beißner (CDU) die Frage in den Raum, ob schon mal überlegt worden sei, das Denkmal so zu versetzen, dass nur eine der beiden Zufahrten für Autos zugänglich sei. "Wenn wir im Zuge der Baumaßnahmen das Denkmal nach links verschieben, haben wir von oben fast einen rechten Winkel zur Straße", regte er an. Ohnehin werde die rechte Seite immer wieder zugeparkt. Antje Rinne sprach sich im Namen der WGS dafür aus, dass "alles so bleiben soll, wie es ist". Beide Zufahrten sollten weiterhin geöffnet bleiben, sie verstehe nicht, wo das Problem liege und warum über einen solchen "Schnick- Schnack" noch weiter debattiert werde. Zudem halte sie das Meinungsbild der Anwohner nicht für relevant, da nur vier Anwohner der Lehmkuhle (die von der Verschiebung des Denkmals hauptsächlich betroffen sind) bei der Bürgerversammlung anwesend gewesen seien. Diplomingenieur Stefan Weinkopf stellte anschließend die geplanten Ausbaumaßnahmen entlang der Ostendorfer Straße vor: Gebaut werden sollen zwei Gehwegabschnitte, der erste vom Einmündungsbereich Ostertor bis zum Schmiedeweg, der zweite vom Trischberg bis zur Karl-Böhning-Straße. Somit soll der von einigen Jahren bereits gebaute Abschnitt zwischen Schmiedeweg und Trischberg eingebettet und lückenlos weitergeführt werden. Der beiden neuen Abschnitte umfassen zusammen etwa eine Länge von 450 Meter. Der Gehweg soll eine Breite von 1,50 Meter bekommen, an einigen Teilbereichen sogar 1,80 Meter, sodass für Fahrbahn und Gosse fünf Meter übrig bleiben. Vor dem Denkmal soll der Gehweg etwas schmaler werden, sodass die Straße auf eine Breite von 5,50 Meter kommt. Die daneben liegende Bushaltestelle wird zugleich ein Stück nach hinten versetzt. Für die Höhe des Hochbordes sind - bis zum Bereich der Lehmkuhle - zehn Zentimeter vorgesehen, danach zwei Zentimeter weniger. Dort, wo Zufahrten und Hauseingänge sind, soll das Hochbord dementsprechend angepasst und abgesenkt werden. Die abgeflachten Bereiche werden mit einer stabileren Pflasterung versehen, da sie der ständigen Querung ausgesetzt sind. Außerdem wird im Zuge des Gehwegbaus die nur teilweise vorhandene Beleuchtung durch drei zusätzliche Straßenlaternen ergänzt. Für die Autofahrer wird sich durch die Baumaßnahme nichts ändern, bis auf die Tatsache, dass vor dem Bereich Lehmkuhle die zurzeit bestehende Rechts-vor-Links-Regelung abgeschafft wird, betonte Weinkopf. Über die genaue Kostenbeteiligung der Anwohner konnte die Verwaltung bei der Sitzung noch keine Auskunft geben; laut Ulrich Kipp von der Stadtverwaltung seien die Ausschreibungen noch nicht einmal erfolgt. Die beidseitige Bushaltestelle (ohne Wartehäuschen) am Feuerwehrgerätehaus soll, dafür sprach sie der Ortsrat anschließend einstimmig aus, im Zuge des Gehwegbaus wieder abgeschafft werden. Einerseits, da sie von den Anwesenden als "entbehrlich" eingestuft wurde; anderseits, weil sich die nächste Haltestelle vor dem Dorfgemeinschaftshaus - keine 200 Meter entfernt - befinde. Anfang Juli, so schätzt Kipp, werden die Arbeiten an der Ostendorfer Straße beginnen. Also noch früh genug, um beide Gehweg-Abschnitte bis zum 30. September (dann endet die Frist) fertiggestellt zu haben.

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