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Landfrauen entdecken den Park der Sinne in Laatzen

„Geh aus mein Herz und suche Freud“

BAD MÜNDER. Das typischen Landfrauenwetter begleitete die Wandergruppe des Springer Landfrauenvereins in den Park der Sinne nach Laatzen.

veröffentlicht am 10.07.2018 um 11:48 Uhr

Das Vibrieren des Wassers erspüren die Landfrauen mit ihren Fingerspitzen in der Klangschale in dem wunderbar weit zu sehenden Park der Sinne in Laatzen. FOTO: Angelin Kleuker/PR

Über Trittsteine querten sie den Teich und wurden von Dr. Karin Engelke erwartet für eine Führung der Sinne: Riechen, Hören, Sehen, Fühlen und Schmecken und die vier Elemente Luft, Wasser, Feuer und Erde können die Besucher des Park entdecken und in ihrer Vielfalt erleben.

Zur Expo 2000 wurde der sieben Hektar große Park auf der ehemaligen Mülldeponie Laatzen nach Plänen des Garten- und Landschaftsarchitekten Adam angelegt. Der Kräutertisch lädt zum Schmecken und Schnuppern ein. 90 Prozent der Gerüche nehmen wir mit der Nase wahr- Forscher meinen, dass wir eine Billion unterscheiden können. Im Echogarten wird der Hörsinn angesprochen. Unterschiedlich lange und hohe Klangbalken aus schwarzem, poliertem Granit sind federnd gelagert. Mit einem Gummihammer entlocken wir dem Stein unterschiedliche Töne. Klingende Steine wurden bereits in vorchristlichen Kulturen verwandt. Durch zwei Parabolschalen wird der Schall reflektiert, was in der Antike in Theateranlagen genutzt wurde. Fasziniert hat die Landfrauen auch die mit Wasser gefüllte Klangschale. Die Schwingungen des Metalls, der Luft und des Wassers sind zu hören, zu sehen und zu fühlen. Wenn sich die Wellen über die ganze Fläche ausbreiten, ist das Vibrieren des Wassers mit den Fingerspitzen zu ertasten. Die gesägte Klangsäule wird oberflächlich mit Wasser benetzt und durch reiben mit den Händen in Schwingungen versetzt und erzeugt so Töne auf dieselbe Art wie bei einer Glasharfe. Der Ort der Idylle um ein Wasserbecken gelegen lädt zum Gruppenfoto ein. Umrahmt von einer Natursteinmauer und einer dicht berankten Pergola, ist das leise Plätschern des Wassers zu hören. Und die Farben und Gerüche der Stauden verschaffen ein wohliges Gefühl. Ein kleines Amphitheater lädt mit breiten, Gras bewachsenen Steinstufen die Damen zum Sitzen ein. Als Ort der Begegnung für Konzert und Theater werden hier Vorstellungen gegeben. Was passt besser zu so einem wunderschönen Tag als das Lied von Paul Gerhardt: „Geh aus mein Herz und suche Freud“, das die Landfrauen gemeinsam anstimmen.

Durch die Schlucht vorbei an Wasserspielen im Schatten hoher Felswände entdecken die Damen im Tal der Schmetterlinge das begehbare Insektenauge von Andreas Rimkus. Die jeweils 60 Glaslinsen je Auge der Skulptur ermöglichen es dem Betrachter, die Sichtweise eines Insektes nachzuvollziehen. Die horizontal angelegte Sonnenuhr ist eine Besonderheit: Liegend angeordnet hat sie keinen Schattenstab. Die Besucher bilden den Uhrzeiger. Mit dem Rücken zur Sonne stellen sie sich auf das im Boden liegende Messband- mit den Hacken auf die Marke der Körpergröße. Der Schatten des Kopfes zeigte am Scheitel zwischen den Stundenlinien die Sommerzeit an. Die so erstellte Uhrzeit stimmte. Es hätte noch viel mehr zu entdecken gegeben, was die Landfrauen dann mit ihren Enkeln nachholen wollen. Leckerer Kuchen im Gartencafé rundete den Sinneneinfluss ab. Wer Lust hat, an Veranstaltungen der Landfrauen teilzunehmen, findet Infos auf der Homepage www.kreislandfrauen-Springe.de und im Serviceteil der Dezwezet in „Wir von Hier“.PR

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