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DRK: Standortwechsel vorteilhaft / Schnellere Arbeitsabläufe

Geglückter Start in der "Roten Schule": 117 Spender kommen

Obernkirchen (sig). Zum ersten Male kam das Team des niedersächsischen Blutspendedienstes aus Springe in die "Rote Schule", und dieser Auftakt in neuer Umgebung wurde gleich zu einem großen Erfolg - sowohl was die Zahl der Spender angeht als auch hinsichtlich der Organisation.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:48 Uhr

Brigitte Malitte

Es kamen insgesamt 117 Spender, darunter drei Neuankömmlinge. Das ist ein deutlich besseres Ergebnis als beim letzten Male. Helga Schönbeck, die zweite Vorsitzende des Obernkirchener DRK-Sozialdienstes, begrüßte den Wechsel vom Schulzentrum zur "Roten Schule" noch aus einem anderen Grund: "Wir benötigen für den gesamten Ablauf weniger Zeit, denn die benötigten Räume liegen dichter beieinander und sind dennoch ausreichend groß. Lediglich in der Küche könnten wir etwas mehr Platz gebrauchen, aber es hat dennoch alles gut geklappt." Die Liegen für die Blutspender wurden im großen Saal aufgestellt; gleich daneben im Sitzungszimmer gab es die Verpflegung. Alle Räume sind im Winter schneller und weniger kostenaufwendig beheizbar. "Wenn die Küche auch kleiner ist, aber sie hat eine bessere Ausstattung", versicherte Helga Schönbeck. Eine leistungsfähige Kaffeemaschine liefert 35 Tassen des Muntermachers in einem Zug, und das zeitraubende Abwaschenübernimmt eine nicht minder schnelle Geschirrspülmaschine. Die Frauen des Obernkirchener Sozialdienstes sind nicht nur für die Verpflegung, sondern auch für die Anmeldung und die Betreuung der Spender zuständig. Diesmal gab es gleich drei längerfristige Jubiläen. Den Anfang mit 50 Blutspenden machte Brigitte Malitte aus Obernkirchen. Beim ersten Mal vor rund 25 Jahren hat sie mitgemacht, weil ihr Nachbarn berichtet hatten, dass es für die Spender ein leckeres Büfett gibt. "Ich habe mich an dieses gute Essen gewöhnt; diesmal bekam ich sogar Torte", sagte sie scherzhaft. Den tieferen Sinn ihres Tuns habe sie aber auch dadurch erkannt, dass ihre Mutter selbst nach einer Hüftgelenkoperation auf Spenderblut angewiesen war. Gerd Terrey gab am Mittwoch zum 70. Male Blut ab. "Ich wollte anderen helfen und fühle mich nach den Blutspenden auch immer sehr wohl", bekannte er freimütig. Den Vogel schoss beim Auftakt in der "Roten Schule" Wilhelm Struckmeier ab. Der 1. Vorsitzende der Obernkirchener Rassegeflügelzüchter erhielt wegen der 90. Blutspende wie die anderen einen gut gefüllten Präsentkorb. "Ich bin denen dankbar, die das Blut für meine beiden Töchter spendeten, die schwere Nierenoperationen hinter sich haben; also wollte und konnte ich auch einiges gutmachen", lautete das Fazit des Obernkircheners, der jetzt stramm die Zahl von 100 Blutspenden im Auge hat.

Wilhelm Struckmeier (l.) und Gerd Terrey kommen zusammen auf 160
  • Wilhelm Struckmeier (l.) und Gerd Terrey kommen zusammen auf 160 Blutspenden. Fotos: sig
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