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Ein Leserbrief von veröffentlicht am 20.12.2019 um 22:29 Uhr

Zu: „Entscheidung über Fischers Antrag vertagt“, vom 9. November

Gegenargumente berücksichtigt?

Von Anfang an war den politisch Verantwortlichen in Bad Pyrmont klar, dass es in der Bevölkerung erhebliche Widerstände gegen ein Feuerwehrhaus am Gondelteich gibt. Trotzdem wurde die ursprüngliche Planung unbeirrt weiterverfolgt.

Ob die zwischenzeitlich angekündigte Prüfung alternativer Standorte wirklich ernsthaft verfolgt wurde, erscheint zweifelhaft. Unklar bleibt auch, warum zwei Feuerwehren ein gemeinsames Feuerwehrhaus benötigen. Wurden die Gegenargumente überhaupt berücksichtigt? Hier sind einige davon:
1. Der geplante Neubau direkt gegenüber dem Schloss zerstört das historische Stadtbild.
2. Die Frischluftzufuhr von den Emmerwiesen in die Kernstadt wird blockiert. Aufgrund der Klimaerwärmung wird in anderen Städten versucht, genau diese Frischluftzufuhr zu erhalten.
3. Der Neubau an diesem Standort verursacht erhebliche Kosten – Geld, das Pyrmont im Moment eigentlich nicht hat.

Ich frage mich, warum an der Planung so unnachgiebig festgehalten wird? Ist das Grundstück günstig zu haben? Ist es zu schwierig, eigene Entscheidungen wieder in Frage zu stellen? Besteht vielleicht die Befürchtung, dass die Feuerwehren eine veränderte Planung als Affront sehen? Auch ich habe Respekt vor der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren, die Feuerwehr ist wichtig und notwendig. Die Standortwahl sollte damit aber nichts zu tun haben.

In den Medien kann man verfolgen, was passiert, wenn Städte und Institutionen teure Großprojekte gegen alle Widerstände durchsetzen wollen. Meistens war es am Ende sehr viel teuer als gedacht.