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Zwischenstopp nach Kundgebungen in Ostwestfalen / 70 bis 80 Teilnehmer / Polizei sichert mit drei Streifenwagen

Gegen Neonazis: Antifa-Protestzug durch die Innenstadt

Bückeburg/Minden (tw/mt). Im Gefolge der Antifa-Demos gegen Aufmärsche von Rechtsradikalen in Minden, Bielefeld und Gütersloh ist es am Samstag auch in Bückeburg zu einem Protestmarsch von 70 bis 80 so genannten Autonomen durch die Innenstadt gekommen.

veröffentlicht am 19.09.2006 um 00:00 Uhr

Vermummte Antifa-Anhänger auf ihrem Zug durch die Lange Straße.

Nach Auskunft von Bückeburgs Polizeichef Werner Steding startete der Zug - "Nazis raus"-Parolen skandierend - gegen 19 Uhr am Bahnhof, bewegte sich über Bahnhofstraße und Lange Straße zurück zum Ausgangspunkt. Gegen 19.45 hätten die Protestler den Zug Richtung Hannover bestiegen. Die Polizei hatte drei Streifenwagen zusammen gezogen, beschränkte sich auf Sicherungsaufgaben. Von einer Bückeburger "Spontandemo" möchte Steding mit Blick auf die voran gegangenen Proteste gegen die Rechtsextremen in Minden, Bielefeld und Gütersloh indes nicht sprechen. In den drei Städten hatten zuvor 7000 Menschen gegen die Aufmärsche der Rechtsradikalen Flagge gezeigt. Allein in Minden versammelten sich über 1500 Demonstranten, die gegen den von der Nationalen Offensive Schaumburg angemeldeten "Großkampftag" unter dem Motto "Gegen Sozialabbau und Rentenklau" protestierten. Nach nur knapp 20 Minuten war der zentrale rechtsextreme Spuk in Minden vorbei. Der Demonstrationsleiter der, so offizielle Angaben der Polizei, 72 Rechtsradikalen, die sich am Samstag gegen 15.45 Uhröstlich des Bahnhofes zusammengefunden hatten, erklärte nach nur rund 200 Metern Marschweg in Höhe eines Schrottplatzes an der Bahnstraße unter Protest die Demonstration für beendet. Ein großes Polizeiaufgebot mit Hundertschaften aus Hannover und Bochum sowie der Bundespolizei war bereits am Samstagmorgen zusammengezogen worden.

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