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Stadt und Kirche rufen zur Gedenkfeier am 9. November am Gedenkstein für ehemalige Synagoge auf

Gegen Hass und Gewalt - für den Friedhof

Obernkirchen (rnk). Die Stadt Obernkirchen lädt mit der evangelisch-lutherischen und der katholischen Kirchengemeinde Obernkirchens alle Bürger ein, am Freitag, 9. November, der Opfer des Holocaust und der Ereignisse der Reichspogromnacht 1938 zu gedenken. Die Feier findet ab 18 Uhr am Gedenkstein für die ehemalige Synagoge an der Bornemannstraße / Ecke Strullstraße statt.

veröffentlicht am 06.11.2007 um 00:00 Uhr

Bürgermeister Oliver Schäfer, Pfarrer Norbert Mauerhof und Pastor Wilhelm Meinberg demonstrierten beim Pressetermin den Schulterschluss: Zwar sei auch in den letzten Jahren stets der Holocaust-Opfer und der Opfer der Reichspogromnacht gedacht worden, aber immer nur im eher kleinen Kreis. Das soll nun geändert werden. Stadt und Kirchen wünschen sich eine möglichst hohe Zahl an Bürgern, damit auch deutlich gezeigt werden kann, dass in der Bergstadt für Antisemitismus und braunes Gedankengut kein Platz ist. Die Übergriffe auf den Jüdischen Friedhof Anfang des Jahres hätten gezeigt, dassder nationalsozialistische Rassenwahn immer noch Anhänger in unserem Land findet, sagte Schäfer. Es bleibe daher wichtig, gegen dieses gefährliche Gedankengut deutlich und öffentlich Stellung zu beziehen. Obernkirchen und die Kirchengemeinden bitten deshalb um rege Beteiligung an der Gedenkfeier. Sie soll deutlich machen, dass die Einwohner Gewalt und Hass ablehnen, dagegen aber den Jüdischen Friedhof als Bestandteil ihrer Stadt schätzen und ihn gegen Angriffe in Schutz nehmen. Auch in Obernkirchen hatten die jüdischen Familien unter den Nationalsozialisten schwer zu leiden. An ihr bitteres Schicksal und an das Leiden der Juden Europas in den Jahren der Gewaltherrschaft soll mit der Gedenkfeier erinnert werden. Die Ansprache hält Pastor i.R. Dr. Hermann Müntinga, der vor Jahren einer der Initiatoren dieser Feier war. Die musikalische Ausgestaltung übernimmt der "Ökumenische Spontanchor" unter der Leitung von Regina Doppke.



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