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CDU hat Infos aus erster Hand / Runkel und MdB Monika Brüning begrüßen interkommunale Zusammenarbeit

Gegen die "Zwangsverheiratung" von Landkreisen

Suthfeld (tes). Joachim Runkel hat während der Mitgliederversammlung des Suthfelder CDU-Ortsverbandes keinen Zweifel an dessen Erfolg gelassen. "Wir sind trotz Minderheit im Rat eine schlagkräftige Truppe und in vorderster Front dabei, Vorschläge zu machen und diese in die Tat umzusetzen", sagte der Vorsitzende. Mitglieder und Gäste im Gasthaus Hattendorf nutzten den direkten Draht und diskutierten mit Runkel und der Bundestagsabgeordneten Monika Brüning aktuelle Themen.

veröffentlicht am 25.03.2008 um 00:00 Uhr

CDU-Ortsverbandsvorsitzender Joachim Runkel (r.) gratuliert Rein

In Suthfeld habe die CDU bei der Landtagswahl mit 48,1 Prozent Stimmenanteil ein Topergebnis erreicht, lobte der Vorsitzende des Samtgemeindeverbandes, Werner Bövers. Dennoch kämpft der Ortsverein mit Nachwuchsproblemen. Der Altersdurchschnitt von mehr als 61 Jahren soll durch Werbung von jungen Mitgliedern gesenkt werden. Zur Information über die Aktivität der Partei wurden für alle drei Ortsteile Schaukästen angeschafft. "Die Pflege der Friedhöfewird zu teuer", berichtete Bövers von Ergebnissen der Friedhofskommission. Auf Landesebene habe die CDU viel erreicht, so Runkel. Niedersachsen beschäftige so viele Lehrer wie nie zuvor, und vor dem Hintergrund der doppelten Abiturjahrgänge sei vorgesehen, 11 200 neue Studienplätze einzurichten. Runkels Einsatz für neue Gesamtschulen soll nicht folgenlos bleiben. Vielmehr werde dieses Projekt als eines der ersten von der Landesregierung in die Tat umgesetzt. "Wir werden zeigen, dass das nicht nur Wahlkampfversprechen waren", verwies der Politiker auf die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Vorgabe, Neugründungen von Gesamtschulen als eine Schulform neben weiteren zuzulassen. Zudem setze sich die CDU für mehr Investitionen im Straßenbau ein. Eine gute In frastruktur sei entscheidend für die Ansiedelung neuer Betriebe. Runkel klärte zudem ein Missverständnis auf: "Wir wollen keine von oben verordnete Gebietsreform." Diese habe zudem nichts mit der Einteilung der Wahlkreise zu tun und beinhalte auch keine "Zwangsverheiratung" von Landkreisen. Lediglich die interkommunale Zusammenarbeit solle gefördert werden. So werde angestrebt, dass Schaumburg sich eine Rettungsleitstelle mit Nienburg teilt (wir berichteten). Am 8. Mai wird der erste Kreisrat vom Landkreis Osnabrück, federführend im Bereich interkommunale Zusammenarbeit, in Apelern (Hotel "Berghof") den Schaumburgern weitere praktische Beispiele präsentieren. Wunstorf verfüge bereits über einen entsprechenden Vertrag mit Sachsenhagen, informierte die Bundestagsabgeordnete Monika Brüning. Die Verteidigungsexpertin gab einen Überblick zu aktuellen Entscheidungen auf Bundesebene - vom Pflegeurlaub über Eigenheimrente, Wohngeld bis zum Betreuungsgeld, das ab 2013 für Kinder ausgezahlt werde, die nicht in Kindergärten gehen. Eine Gefahr für die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund sah Brüning darin nicht. "Es wird Sprachtests geben." Zudem sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, ob das Betreuungsgeld in bar oder in Gutscheinen für Leistungen ausgezahlt wird, ergänzte Runkel. Kürzlich musste der Ortsverband durch den Tod von Schatzmeister Heinrich Pfingsten einen schweren Verlust hinnehmen. Reinhard Schulte wurde einstimmig zu dessen Nachfolger gewählt. Den freigewordenen Posten als Schriftführer übernimmt Runkel kommissarisch. Zudem organisiert er dieses Jahr wieder eine Busfahrt nach Bergen-Belsen als Teil von "Bad Nenndorf ist bunt".



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