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Rat Heeßen wünscht sich größere Beteiligung der Bürger / Dreiköpfiges Komitee soll sich Gedanken machen

Gefragt: Neue Ideen zur Belebung des Dorffestes

Heeßen (tw). Im Rat Heeßen herrscht Einigkeit: "Ja, im Anschluss an das Schützenfest soll am Sonntag, 8. Juli, das Dorfgemeinschaftsfest steigen." So weit, so gut. Noch weitgehend ratlos sind die Bürgervertreter dagegen angesichts der Frage, wie die Dorfgemeinschaft für dieses Fest zu mobilisieren ist.

veröffentlicht am 30.03.2007 um 00:00 Uhr

Gerhard Hasse

Eben darüber zerbrach sich der Rat unter Vorsitz von Bürgermeister Wilhelm Brümmel (CDU) auf seiner jüngsten Zusammenkunft die Köpfe. Ratsmitglied Heinrich Meier (CDU), zugleich Schatzmeister der Schützen: "Beide Feierlichkeiten miteinander zu verbinden ist deswegen schön, weil sich so Bürger wiedersehen, die sich vielleicht das ganze Jahr über nicht getroffen haben." Meier verhehlt indes nicht, dass der Schützenverein Heeßen, das Geld, welches die Gemeinde für das Dorffest beisteuere, gut gebrauchen könne. Ja, ohne diesen Zuschuss könne das - defizitäre - Fest der Grünröcke gar nicht steigen. Einzelkämpfer und Schützenchef Gerhard Hasse: "Das Problem ist, dass zum Dorffest in der Regel nicht mal die Hälfte derjenigen erscheint, die noch zum Schützenfest kommen." Außerdem seien es "immer die gleichen" vorwiegend älteren Mitbürger; das "Mittelalter" und die Jugend fehle dagegen so gut wieganz. "Wäre der Andrang dagegen groß", überlegt Hasse, "würde sich die Veranstaltung selbst tragen und wir bräuchten gar keine Zuschüsse". "Wie kriegen wir's also hin, dass Ihr alle wenigstens einmal richtig mitmacht?", will Hasse an die Zuhörer gewandt wissen. "Freibier", schallt's aus deren Reihen. Die Idee ist zwar gut, hilft aber mit Blick auf die - leere - Kasse auch nicht weiter. "Die Beteiligung der Bürger lässt sich nicht erzwingen", gibt Kai Alack (SPD) zu bedenken. Heeßen könne einen Fanfarenzug aufmarschieren und eine Hüpfburg aufstellen lassen - "es werden nicht mehr". Doch auch so sei zumindest das Schützenfest in Heeßen gemeinsam mit demjenigen in Bad Eilsen das bestbesuchte innerhalb der Samtgemeinde. "Wenn dagegen in Luhden ,gefeiert' wird, sieht das so aus, als ob jemand den Saal aufräumt - da ist gar nichts los", meint Alack. Er will in Heeßen am Bewährten festhalten: "Morgens ein Gottesdienst mit Pastor Lutz Gräber, anschließend ein gemeinsames Rottfrühstück oder -mittagessen und danach ein Kaffeetrinken." Den Part Musik und Tanz könne die Dorfjugend übernehmen; auch die neuen Boulebahnen ließen sich in das Festgeschehen einbeziehen. Agnes Schramke (CDU) ist das zu wenig: "Wir sollten auch den Gemischten Chor Eilsen einladen. Der zieht Menschen und füllt auch selbst mit seiner Masse das Zelt." Für Kinder ließe sich obendrein ein Streichelzoo einrichten, und auch die Feuerwehr könne sicherlich zu der einen oder anderen Demonstration überredet werden. So sei sichergestellt, dass auch junge Heeßer Familien mit samt ihres Nachwuchses angesprochen würden. Ob und - wenn ja - welche dieser Anregungen fürs Dorffest aufgenommen werden, soll nun ein Festkomitee klären. Ihm gehören neben Agnes Schramke auch Susanne Kuhlmann (CDU) und Harald Bokeloh (SPD) an.

Kai Alack
  • Kai Alack


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