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545 Tiere in Wiedensahl ausgestellt / Sandra Breitenkamp gewinnt

Geflügelzüchter ermitteln Meister

Wiedensahl (hga). Knapp 60 unterschiedliche Geflügelrassen haben sich bei der allgemeinen Rassegeflügelschau des Rassegeflügelzuchtvereins Wiedensahl und Umgebung den Besuchern und Preisrichtern präsentiert. 545 Tiere waren es insgesamt, die mit lautem Gackern und Schnattern die überwiegend fachkundigen Besucher beim Eintritt in den Wiedensahler Sportsaal begrüßten. Eine ganze Reihe Pokale wartete auf ihre neuen Besitzer, die Vereinsmeister wurden gekürt.

veröffentlicht am 29.11.2010 um 00:00 Uhr

Vereinschef Heinrich Döhrmann (l.) und Ernst-Heinrich Pöhler (2. Vorsitzender, 2.v.r.) freuen sich mit den Vereinsmeistern Karl-

Aussteller aus den Landkreisen Schaumburg, Nienburg und Minden sowie der Region Hannover hatten ihre Tiere bereits am Freitag in die Käfige eingesetzt. Sieben Preisrichter nahmen die ausgestellten Tiere in Augenschein und gaben ihre Bewertung ab.

Neue Gesamtvereinsmeisterin ist Sandra Breitenkamp. Die Jugendleiterin schickte ein Zwerg-Brahma (Huhn) ins Rennen. Im Bereich Groß- und Wassergeflügel gewann Daniel Bulmahn. Er stellte Braut-, Rotschulter- und Mandarin-Enten aus. Bei den Hühnern errang Karl-Heinz Seelking die Vereinsmeisterschaft, Peter Krohne gelang dies auf dem Gebiet der Taubenzucht. Die Rasse Strasser Blau ohne Binden brachte den Titel.

Auch der Wiedensahler Züchternachwuchs hat seine Meister ermittelt. Berenice Seelking konnte die Preisrichter mit ihren Vorwerk-Hühnern überzeugen, als zweiter Vereinsmeister folgte der erst vierjährige Lukas Döhrmann mit seinen Zwerg-Barneveldern.

Eines war jedenfalls für die meisten der ausgestellten Tiere nicht reserviert: der Kochtopf. Allerdings meinte Vereinschef Heinrich Döhrmann: „Der eine oder andere Hahn fällt noch in den Kochtopf.“ Er jedenfalls wüsste schon, welcher seiner drei ausgestellten Hähne das sei. Schließlich würden sich nicht alle Küken auch für die Zucht eignen. Von 100 Küken blieben rund 20 für die Zucht, erläuterte Döhrmann. Mitte des letzten Jahrhunderts hatten noch zahlreiche Familien Hühner, Weiße Leghorn seien es meist gewesen. „Nichtzüchter haben halt alles durcheinander gehabt“, sagte Döhrmann. „Die haben auch Eier gelegt“, fügte Rolf Schwarze an.

Wer für den weihnachtlichen Festtagsbraten nicht auf Geflügel aus Massentierhaltung zurückgreifen will, kann sich den Weg zum Discounter sparen. Auch bei den Züchtern sind entsprechende Tiere zu bekommen. Die seien zwar nicht massiert und gebürstet, aber mit Liebe und Sachverstand aufgezogen. „Im Pott sehen sie aber alle gleich aus“, schmunzelte Döhrmann.

Insgesamt hatten die Wiedensahler mehr als zehn Helfer im Einsatz. Ganz wichtig waren diejenigen, in deren Zuständigkeit die Fütterung der ausgestellten Tiere fiel. Für das leibliche Wohl der menschlichen Besucher der Schau – gerade am Sonntag – sorgten die Frauen der Züchter mit Kuchen und Kaffee.

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