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Kreisfeuerwehr erstellt Katastrophen-Sonderplan für AKW, richtet Dekontaminationsstelle ein und schult Probeentnahmen

Gefahrgutunfälle und Messentnahmen sind ihr Metier

Marienau (tis). Stets vorbereitet sein heißt es bei der Bereitschaftschaft „Katastrophenschutz“ (KatS-Bereitschaft) der Kreisfeuerwehr Hameln-Pyrmont mit Standort in Marienau. Daher standen bei der Einheit im ablaufenden Jahr Ausbildungen in Sachen Gefahrgutunfälle und Tierseuchen, die Errichtung einer Dekontaminationsstelle und die Umsetzung einer neuen Mess- und Probeentnahmeanweisung auf dem Dienstplan. Aber auch bei Feuerwehreinsätzen im Kreisgebiet wirkten die Aktiven unterstützend mit.

veröffentlicht am 16.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 10:41 Uhr

Marienau (tis). Stets vorbereitet sein heißt es bei der Bereitschaftschaft „Katastrophenschutz“ (KatS-Bereitschaft) der Kreisfeuerwehr Hameln-Pyrmont mit Standort in Marienau. Daher standen bei der Einheit im ablaufenden Jahr Ausbildungen in Sachen Gefahrgutunfälle und Tierseuchen, die Errichtung einer Dekontaminationsstelle und die Umsetzung einer neuen Mess- und Probeentnahmeanweisung auf dem Dienstplan. Aber auch bei Feuerwehreinsätzen im Kreisgebiet wirkten die Aktiven unterstützend mit. In der persönlichen Bilanz vermerkte Bereitschaftsführer Volker Winkelhake, dass viel Zeit in die Umsetzung der Mess- und Probeentnahmeanweisung (wir berichteten) sowie einen neuen Katastrophen-Sonderplan für das Kernkraftwerk Grohnde investiert werden musste. Auch die Beschaffungen von gleich vier neuen Mannschaftstransportwagen kostete Zeit.

Der Zugführer des ABC-Zuges, Alexander Saffer, als eine Einheit der KatS-Bereitschaft, berichtete, dass in den 3222 geleisteten Dienststunden eine Übung zur Errichtung einer Desinfektionsschleuse bei Tierseuchen wie beispielsweise Vogelgrippe enthalten war. Auch der Aufbau einer großen Dekontaminationsstelle für Personen und Geräte wurde trainiert. Ebenso wurde der Einsatz des Gefahrgutzuges bei Chemieunfällen geübt.

Zudem war der ABC-Zug im Rahmen einer Standortverlegung drei Tage bei der Feuerwehr Einbeck zu Gast, um Erfahrungen auszutauschen. „Bei Ernstfällen unterstützen wir Feuerwehren mit unseren beheizbaren Zelten oder führen Schadstoffmessungen mit dem Erkundungskraftwagen durch“, erwähnte Alexander Saffer.

49 Mitglieder zählt der ABC-Zug, darunter drei Frauen. 23 Aktive sind aufgrund ihres Mitwirkens in der KatS-Einheit vom Bundeswehrdienst freigestellt. „Hier müssen wir sehen, wie sich die Verkürzung der Wehrdienstzeit auf die Verpflichtungszeit bei uns auswirkt. Aber bislang haben wir ja erfreulich viele Freiwillige in der Einheit“, bemerkt Bereitschaftsführer Winkelhake.

Der Strahlenspür- und Messzug unter der Leitung von Jörg Gottschalk war in diesem Jahr hauptsächlich mit der Umsetzung der neuen Mess- und Probenahmeanweisung beschäftigt. Die Messwagen mit Standorten in Rumbeck, Hagen, Lauenstein und Flegessen rückten neunmal zu Schadstoffmessungen bei größeren Bränden oder Gasaustritten aus.

Thomas Feldmann von der Versorgungsgruppe berichtete, dass seine zehnköpfige Gruppe in diesem Jahr rund 700 Feuerwehrkräfte mit 1100 warmen Mahlzeiten, hauptsächlich bei Übungen, verpflegt habe.

Christoph Gehlen und Sebastian Koscholke wurden von Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke zum Löschmeister sowie Andreas Kuppinger zum Oberlöschmeister befördert. Bereitschaftsführer Volker Winkelhake zeichnete Andreas Kuppinger für zehnjährige Mitgliedschaft sowie Uwe Wöhler und Jörg Gottschalk für 25 Jahre Dienst in der Einheit aus.

Um fit im Einsatz bei Katastrophen zu sein, bildet sich die Bereitschaftsgruppe der Kreisfeuerwehr mit Übungen und der Erstellung von Sonderplänen laufend weiter.

Foto: tis



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