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Claudia Filker zu Gast beim ökumenischen Frauenfrühstück

Gedankenreise durch Lebenszeit

Hameln (ul). Wenn sich 145 Frauen Samstagmorgen um 9 Uhr zum gemeinsamen Frühstück treffen, dann fragt man(n) sich haben die Zeit dafür? „Einmal im Jahr gönnen wir uns diesen Vormittag, dabei entdecken wir viele interessante Frauen und merken, dass wir nicht allein dastehen“, sagt die Wirtschaftsmathematikerin Anna Laudani-Geisler, Teamsprecherin des ökumenischen Frauenfrühstücks.

veröffentlicht am 03.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 02:21 Uhr

Gespannt hörten alle der „Gedankenreise durch unsere Lebenszeit“ von Pastorin Claudia Filker aus Berlin zu. Dabei vergleicht die Autorin als Referentin Lebenssituation von Frauen, fragt, wann sie einen guten Tag haben. Wenn eine Frau beschließt, etwas schwierig zu finden, dann wird es ihr schwerfallen, obwohl sie objektiv dasselbe erlebt, wie eine Frau, die entscheidet, die Veränderung in ihrem Leben anzunehmen. Natürlich spielt Filker schwere Zeiten, wie Kündigung, Krankheit und Tod nicht runter, doch sie signalisiert den Frauen, nicht zu warten auf bessere Zeiten, denn „wenn die Zeit kommt, in der ich könnte, ist die Zeit vorbei“. Sie ermuntert dazu, bewusst zu sagen, ich habe immer Zeit, denn „Zeit ist ein Kredit“, ebenso wie Leben ein kostbares Geschenk sei. „Wir wissen nicht, wie lange wir noch leben.“

Alles etwas leichterzunehmen, heißt für Filker, sich nicht einen Alltag zu wünschen, den es derzeit nicht geben kann, sondern die Brille der Dankbarkeit aufzusetzen und die Schönheit im Leben zu entdecken. Nicht zu verzagen, sondern das eigene Leben zu leben, dazu motiviert Filker. Gespickt mit humorvollen Zitaten, weiß sie, „jede Zeit hat ihre Zeit“, die Ernüchterung über Nicht-Ereignisse sei schmerzhaft. Und obwohl sie damit die ihr angebotene Zeit überzogen hatte, wussten alle Anwesenden, „dass Zeit, die wir uns nehmen, die Zeit ist, die uns was gibt“. Bereits zum 17. Mal fand das ökumenische Frauenfrühstück statt. Die Idee stammt aus Zürich von Barbara Jacob. „Erstmals haben wir ins Hotel Stadt Hameln eingeladen, um auch Frauen anzusprechen, die vielleicht gezögert hätten, ins Gemeindezentrum nach Klein Berkel zu kommen“, sagt Agnes Wulff, Mitinitiatorin des ökumenischen Frauenfrühstücks.



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