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Mitarbeiter „stecken alle in der Warteschleife“

Gedämpfte Stimmung im Hotel auf dem Klüt

Hameln (wul). Die Aussicht ist gut, so viel ist sicher, zumindest was den Blick vom Klüt anbelangt. Was die Zukunftsaussicht des Hotels und Restaurants „La Résidence“ betrifft, ist nach wie vor nichts sicher. Die „Erwartungshaltung“, so die zurückhaltende Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Oliver Liersch, sei aber, dass es weitergehe, es gebe Interessenten, mit denen verhandelt werde. Und mit den rund 28 Mitarbeitern hatte er gestern bei einer Betriebsversammlung das Gespräch gesucht, auch um ihnen zu danken.

veröffentlicht am 03.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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Eine gute Zusammenarbeit sei in dieser Zeit, in der das laufende Insolvenzverfahren täglich bewusst ist, nicht selbstverständlich, erklärte Liersch. Doch sowohl die Mitarbeiter als auch die Lieferanten zögen mit, so dass „Stabilisierung hergestellt“ sei. Sprich: Der Betrieb läuft, wenngleich die Stimmung von Unsicherheit geprägt ist.

„Wir stecken alle in der Warteschleife“, sagt der Geschäftsleiter des Betriebes Udo Schulte. Mit 30 Mitarbeitern war das exquisite Hotel und Restaurant nach Verzögerungen am Bau im Juni an den Start gegangen, nachdem die Brüder und Hamelner Geschäftsleute Ali Memari Fard und Akbar Fard das alte Klütrestaurant 2007 gekauft und umgebaut hatten. Bauherr war die zur Cemag Gruppe gehörenden Mem-Bau GmbH, die, wie schon das Mutterunternehmen, Insolvenz angemeldet hat.

„Bis auf zwei sind noch alle an Bord“, sagt Schulte über die Belegschaft, zu der auch sechs Lehrlinge zählen. Natürlich fange man an, sich Sorgen zu machen, und einige sähen sich schon nach etwas anderem um. Derzeit aber stehen die Teams in den Restaurants auf zwei Ebenen und im Hotelbetrieb noch parat. Die Frequentierung bezeichnet Schulte als „mittelmäßig“ – im vergangenen Monat hätten drei Veranstaltungen stattgefunden, zwei Hochzeiten und ein großer Geburtstag, einige Übernachtungsgäste hätten sie auch gehabt, aber „es könnte mehr sein“. Viele, so Schulte, erkundigten sich danach, ob es weitergeht, oder ob das junge Haus schon nach kurzer Zeit wieder geschlossen wird. Einige Hamelner wüssten vielleicht auch noch gar nicht, dass man dort oben auch zu moderaten Preisen essen und trinken könnte, hatte Dr. Liersch vor einiger Zeit verbal geworben; für größere Werbe-Kampagnen zum Ankurbeln des Betriebes ist aber derzeit das Geld nicht vorhanden.



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