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"1. Eilser Entenrennen": Sieglinde Eibens Plastik-Ente ist nach 25 Minuten als Erste im Ziel

Gattung Anatidae: Auf der Aue sind sie lahm!

Bad Eilsen (jp). Rinteln hat es einige Male sehr erfolgreich vorgemacht, jetzt hat Bad Eilsen nachgezogen: Seit letztem Wochenende hat auch das Kurbad am Harrl sein eigenes Entenrennen. Organisiert mit einem ordentlichen Schuss Wahlkampf von der Samtgemeinde-SPD, allen voran ihr Spitzenkandidat für das Bürgermeisteramt Oliver Keller sowie Heeßens SPD-Chef Kai Alack, erlebten die Besucher im Eilser Kurpark erstmals die Karawane von exakt 800 Plastikexemplaren der Gattung "Anatidae" auf der Aue. Der Wettergott muss an diesem Tag sozialdemokratisch gesonnen gewesen sein, denn trotz katastrophaler Vorhersagen bescherte er dem ersten Bad Eilser Entenrennen durchweg trockene, phasenweise sogar sonnige Witterungsverhältnisse.

veröffentlicht am 29.08.2006 um 00:00 Uhr

Der "Ziel-Schuss": In gemächlichem Dümpeltempo nähert sich die e

Für die technische Durchführung des sportlichen Wettstreits der Plastikenten zeichneten die Mitglieder des Technischen Hilfswerks aus Bückeburg verantwortlich. Sie unterstützten Oliver Keller beim Start der Entenkolonne an der Auebrücke in Heeßen nahe der Straße Im Wiesengrund und sorgten außerdem nach dem Zieleinlauf für die professionelle Bergung der Wettschwimmer. Alle Enten waren mit einer Nummer versehen, die wiederum mit je einer Losnummer korrespondierte. Die Lose waren im Vorfeld des Entenstarts verkauft worden, ihr Erlös kam dem Kinderschutzbund zugute. Bei der Begrüßung im Kurpark dankte Samtgemeinde-SPD-Chef Jürgen Schmökel Hannelore Stühm und Wilma Kolbe für ihr Engagement im Kinderschutzbund. Musikalisch begleitete die Band "Rio" aus Bad Eilsen die Veranstaltung. Trotz der derzeit vergleichsweise hohen Strömungsgeschwindigkeit der Aue erwiesen sich die Plastikenten auf ihrem Weg vom Wiesengrund nach Bad Eilsen als vergleichsweise lahme Exemplare ihrer Art. Statt der von Jürgen Schmökel veranschlagten knappen Viertelstunde brauchten sie nahezu 25 Minuten für die rund einen Kilometer lange Streckebis zum Tuffstein im Kurpark. Als Finalistin erreichte schließlich die Ente von Sieglinde Eiben, Wirtin des Bad Eilser "Haus des Gastes", die Ziellinie im Kurpark. Sie gewann damit eine dreitägige Reise für zwei Personen in die Hauptstadt Berlin inklusive Bundestagssightseeing mit Sebastian Edathy. Zweite wurde die Ente von Ruth Odendahl aus Bad Eilsen, die dafür eine Ballonrundfahrt gewann. Der Bronzerang ging an die Ente von Pia Hopmann aus Schermbeck, für die sich damit die Möglichkeit zu einem Rundflug über den Segelflugplatz Röcke eröffnet.

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