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Gasmotor treibt frühes Rintelner Wasserwerk an

Rinteln (who). Gegenüber dem Betriebsgelände der Stadtwerke Rinteln am Bahnhofsweg steht eine Art „Freiluft-Ausstellungsvitrine“. Was dort hinter Glas zu sehen ist, erinnert auf den ersten Blick an eine alte Dampfmaschine beziehungsweise an die Teilansicht einer Dampflokomotive. Die Richtung stimmt in etwa, zeigt die Messingtafel am Sockel des schwarzen Ungetüms mit dem mächtigen Schwungrad. Es ist ein sogenannter Gasmotor, den die Stadtwerke 1996 aus Anlass ihrer 100-Jahr-Feier als kleines Industriedenkmal zu ihrer Entwicklungsgeschichte restauriert und aufgestellt haben.

veröffentlicht am 24.07.2009 um 23:00 Uhr

Von 1912 bis in die fünfziger Jahre hinein hat dieser Gasmotor e

Die Maschine war ab 1912 eingesetzt als Antrieb für die „doppelt wirkende Plungerpumpe“ im Wasserwerk Pomona. Der Motor hatte eine Leistung von 10 PS, mit der die Pumpe bis zu 35 Kubikmeter Wasser in der Stunde fördern konnte.

Die Wassergewinnungsanlage auf dem Gelände der früheren Apfel- und Beerenkelterei Pomona, gegründet 1897 vom Apotheker Hermann Opitz, war eine der ersten im öffentlichen Wasserversorgungsnetz, das die Stadt Rinteln ab 1902 ausgebaut hat. Bis dahin wurde Trinkwasser entweder aus kommunalen Brunnen geschöpft oder gepumpt sowie in der Mehrzahl privaten Wasserstellen entnommen.

Mit dem Beschluss des Rintelner Magistrats vom 21. Januar 1902 zum Bau einer Wasserleitung eröffnete sich die Möglichkeit für alle Haushalte der Weserstadt, sauberes Trinkwasser aus kontrollierter Förderung zu beziehen. Bis dahin sei die Trinkwasserqualität in Rinteln wegen der fehlenden Kanalisation durch sickernde Abwässer „durchweg schlecht“ gewesen, hat Ulrich Künkel in seinem Stadtlexikon von 2001 im Kapitel über die Stadtwerke festgehalten…



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