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Gaslaterne für die Altstadt

Rinteln (who). Infolge des Energiespar-Zeitalters müssen die Strom fressenden Scheinwerfer entlang der öffentlichen Straßen neuen energieeffizienten Lichtsystemen weichen. Auch die Schaumburger Kommunen folgen dem Trend beziehungsweise den Sparzwängen. Die jüngste Leuchten-Generation mit LED-Technik und einem Bruchteil des Verbrauchs ihrer Vorgängersysteme breitet sich zurzeit gerade im Landkreis aus. Und der Zeitpunkt ist absehbar, da deren kaltes bläuliches Licht (das laut wissenschaftlicher Erkenntnis unnatürlich wach hält), die Erinnerung an die früher üblichen Straßenlampen mit anheimelnder Warmlichtstrahlung restlos verdrängt haben wird – genauso, wie vor über drei Jahrzehnten in Rinteln die letzten alten Gaslaternen aus dem Stadtbild verschwunden sind.

veröffentlicht am 05.01.2013 um 00:00 Uhr

Die Stadt Rinteln beziehungsweise deren Stadtwerke haben diesen archaischen Lichtspendern aber ein lebendiges Art Denkmal gesetzt in Gestalt zweier Gaslaternen im Oldtimer-Kostüm. Von den meisten Passanten unerkannt stehen sie an der Zufahrt von der Ritterstraße zum Altstadt-Wohnquartier auf dem Münchhausenhof. (Aber bei Stadtführungen können sie für Demo-Vorführungen mittels eines gesicherten Schalters in Betrieb gesetzt werden.)

Dass die beiden Laternen in aller Regel unerkannt bleiben (und allein deshalb schon Fundstück-Status besitzen), liegt daran, dass überall in der Altstadt Straßenlampen im historischen Look stehen. Besagte zwei Lampen sind authentische Gaslaternen und erinnern (wenn man sie denn gefunden hat) an die Ära der urbanen Gasbeleuchtung. Diese dürfte in Rinteln 1914 ihren Höhepunkt gehabt haben, als 176 Gaslaternen die Bürgersteige (bis dahin französisch Trottoirs genannt), Gassen und Plätze und beleuchteten.

Das Gas für die Stadtbeleuchtung wurde in der „Gasanstalt“ am Bahnhofsweg (heutiger Sitz der Stadtwerke) erzeugt. Ob die damaligen Laternen so ausgesehen haben wie ihre nostalgischen Nachfahren, ist fraglich.



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