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Samtgemeinderat Nienstädt beschließt Anhebung für Anfang 2008

Gas- und Wasserpreise steigen

Samtgemeinde Nienstädt (jl). Die Gas- und Wasserkunden der Samtgemeindewerke Nienstädt müssen vom kommenden Jahr an tiefer in die Tasche greifen. Laut Beschluss des Samtgemeinderates wird der Wasserpreis vom 1. Januar an um zehn Cent je Kubikmeter steigen und der Gaspreis vom 1. Februar an um 0,2 Cent je Kilowattstunde .

veröffentlicht am 11.12.2007 um 00:00 Uhr

Das Wassergeschäft läuft nach den Darlegungen von Samtgemeindebürgermeister Rolf Harmening (SPD) schon seit Jahren nicht kostendeckend. Jeweils rund 50 000 Euro Minus hat der Geschäftszweig in den vergangenen Jahren gemacht. Deshalb könnten nicht genügend Abschreibungen geltend gemacht werden, und "die sind für die Leitungssanierungen nötig", betonte der Verwaltungschef. "Betriebswirtschaftlich sind wir in der Negativzone. Mit der jetzt einstimmig beschlossenen Erhöhung auf 1,09 Euro je Kubikmeter soll eine jährliche Mehreinnahme von knapp 50 000 Euro erwirtschaftet werden. Einige Ratsmitglieder wie Adolf Neitsch (SPD) wiesen darauf hin, dass die Mehreinnahmen nicht ausreichen werden, wenn einmal größere Sanierungen am zum Teil 50 Jahre alten Leitungsnetz anstünden. Beim Thema Gaspreis war die Einigkeit im Rat wie schonöfter in der jüngsten Vergangenheit dahin. Zur Debatte standen plus 0,2 Cent mehr auf 4,7 Cent für die Kilowattstunde sowie eine geringfügige Anhebung der monatlichen Grundgebühr auf zwölf Euro. Mit der Erhöhung liegt der Gaspreis fast wieder bei dem Wert, der vor der Preissenkung zum 1. April dieses Jahres gegolten hatte. In der Zwischenzeit, "haben wir unsere Einkaufsvorteile an die Kunden weiter gegeben", merkte Harmening an. Weil der Bezugspreis angestiegen sei, schrumpfe die Verdienstspanne extrem. "Jetzt kann nichts mehr aufgefangen werden", machte der Bürgermeister deutlich. Gemäß den bisherigen Prognosen werde der Einkaufspreis bis ins Jahr 2008 ansteigen. Deswegen sei die Erhöhung unumgänglich. CDU-Fraktionschef Karlheinz Volksdorf signalisierte, dass ihm die Erhöhung kurz vor Weihnachten nicht passe. "Man spricht bei den Energiepreisen nicht umsonst von der zweiten Miete, die sich immer weniger Menschen leisten können", betonte er. "Ich sehe den Zwang zur Erhöhung zum jetzigen Zeitpunkt nicht, da der Ölpreis sinkt, meldete sich Petra Ritter (CDU) zu Wort. Friedrich Deventer (Grüne) sah betriebswirtschaftlich keine Alternative zur Erhöhung. Die Entwicklung sei an einem Punkt angekommen, an dem die Samtgemeinde sich über ein anderes Energieversorgungskonzept Gedanken machen müsse. Bei der Abstimmung gab es zwei Enthaltungen und eine Gegenstimme aus den Reihen der CDU.



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