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Kunden bleiben bei Samtgemeindewerken

Gas: Abwanderung zu "E" geringer als befürchtet

Samtgemeinde Nienstädt (gus). Die Abwanderungstendenz von Gaskunden der Samtgemeindewerke Nienstädt hin zum Anbieter "E wie Einfach" ist weniger deutlich ausgefallen als erwartet. Das hat Verwaltungschef Rolf Harmening dem Werksausschuss mitgeteilt.

veröffentlicht am 22.11.2008 um 00:00 Uhr

"Seit Oktober 2007 haben wir 18 Gaskunden verloren, alle an?E wie Einfach'. In den letzten Wochen haben aber keine Kunden mehr gewechselt", so Harmening. Der Vorstoß des E.on-Konzerns, mit der vorgeblichen Billigmarke verstärkt Kunden hinzuzugewinnen, ist nach Einschätzung des Samtgemeindebürgermeisters zumindest in Nienstädt fehlgeschlagen. Er habeder Strategie von vornherein nicht viel Wirkung zugetraut. Inzwischen sei "E wie Einfach" sogar einer der teureren Anbieter auf dem Markt. Die Samtgemeindewerke, die alle vier Nienstädter Mitgliedsgemeinden mit Wasser und die Gemeinde Nienstädt mit Erdgas versorgt, haben in 2008 allerdings auch nur drei Neukunden hinzugewonnen. Außerdem sind sechs neue Wasserkunden gezählt worden. Die schleppende Akquise begründete der Samtgemeindebürgermeister mit den fehlenden neuen Baugebieten. Trotzdem sind gegenüber 2007 in den Monaten Januar bis Oktober 2172,55 Kilowattstunden mehr an Gas verbraucht worden. Die Gesamtmenge in den ersten zehn Monaten dieses Jahres betrug 15 266,26 Kilowattstunden. Auch der Wasserverbrauch scheine gegenüber 2007 um etwa 30 000 Kubikmeter anzusteigen. Im Vorjahr waren 451 000 Kubikmeter, in 2006 477 000 Kubikmeter verbraucht worden. Finanziell geht es den Samtgemeindewerken demnach gut. Auch weil offenbar weniger Reparaturkosten an Wasserhausanschlüssen angefallen sind. In den Vorjahren waren Kosten um 100 000 Euro aufgetreten, in 2008 stehen bislang 42 000 Euro zu Buche. Einen erfreulichen Jahresabschluss 2007 legte Harmening für die Energieversorgung Bergkrug GmbH vor. Diese beliefert die Gemeinden Helpsen, Hespe und Seggebruch mit Gas. Der erwartete Überschuss ist um 3000 Euro geringer ausgefallen, beläuft sich aber dennoch auf 54 100 Euro. Den Rückgang begründete Harmening mit der milden Witterung und damit verbundenem Minderverbrauch. Außerdem sind nur zehn Neukunden gewonnen worden - bei Abwanderung alter Kunden in derselben Größenordnung. 40 000 Euro desÜberschusses werden an die beiden Gesellschafter (Stadtwerke Schaumburg Lippe und Samtgemeinde Nienstädt) ausgeschüttet. Der Rest wandert in die Gewinnrücklage, die damit auf knapp 74 000 Euro anwächst. Die Kapitalrücklage umfasst 628 471 Euro.

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