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Bislang 73 Kinder angemeldet

Ganztagsangebot: Die Hausaufgaben sind fast erledigt

Obernkirchen (rnk). Wenn am 22. August das neue Schuljahr beginnt, wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Das Ganztagsangebot an vier Schultagen wird eingeführt. Verwaltung und Schule haben ihre Hausaufgaben - nahezu - erledigt, hieß es vorgestern im Schulausschuss unisono.

veröffentlicht am 12.06.2008 um 00:00 Uhr

Waren es bei der ersten Abfrage noch 120 Kinder, die das Angebot nutzen wollten, so erschienen zum Info-Elternabend nur noch 50, die interessiert waren. Inzwischen sind es 73 Kinder, erklärte Schulleiter Claus-Dieter Gnad, die sich so verteilen: jeweils 21 im ersten und zweiten Schuljahr, 18 im dritten und 14 im vierten. Eine neue Abfrage soll demnächst klären, wer am Mittagessen teilnimmt. Bis zum 20. August muss die neue Küche eingerichtet sein, so sehen es die verbindlichen Verträge vor. Cornelia Kannegiesser, Architektin vom Ingenieurbüro AAD, stellte vorgestern die Pläne für Küche und Mensa vor. 30 Plätze für 20 Kinder, die in jeweils vier Schichten dort essen können, bietet die neue Mensa, die in der ehemaligen Hausmeisterwohnung eingerichtet wird. Größere Umbauten sind nicht notwendig, Wände, Türen und Notausgänge bleiben so. Durch die Küchentür wird das Essen auf einen Tresen kommen, an dem sich die Kinder aufstellen. Waschfester Anstrich und eine Glasfasertapete sind ebenso vorgesehen wie ein rutschfester Fußboden. Lamellen vor den Fenster sorgen für Sonnen- und Hitzeschutz. Auch farblich werden die beiden Räume durchkonzipiert. Nicht allzu bunt, wie Architektin Kannegiesser erklärte, aber auch nicht trostlos. Gelbe Stühle, rot-grüne Einsprenkelungen auf dem hellen Fußboden,Lamellen, die die Küchenelemente aufnehmen, sollen für eine freundliche Mensaatmosphäre sorgen. Die Küche enthält neben den notwendigen Schränken, der Dunstabzugshaube, dem Kühlschrank und dem Herd auch eine Industriespülmaschine, in der das Geschirr innerhalb von acht Minuten wieder sauber und rein gespült ist, insgesamt wird es Geschirr für 100 Schüler geben, erklärte Gnad. Mit 46 400 Euro ist die Einrichtung von Küche und Mensa kalkuliert, neben den Haushaltsmitteln steht auch noch ein zinsloses Darlehen aus der Kreisschulbaukasse bereit. Das Essen selbst wird von einem Catering-Service angeliefert, das Problem in der Schule ist das Warmhalten, schließlich wird in vier Gruppen hintereinander gegessen. Angedacht ist, dass die Kinder auch selbst einmal kochen. Den von Schulelternratsvorsitzenden Jörg Kreft geforderten Ruheraum wird es nicht geben, den habe es nur in der Debatte, aber nicht in der Planung gegeben, sagten Gnad und Verwaltungsvize Bernhard Watermann, und verwiesen auf den - ruhigen und großen - Betreuungsraum. Da in den nächsten drei Jahren weitere drei Räume leer stehen werden, könnte das Thema Ruheraum durchaus wieder aufgegriffen werden, meinte Gnad: "Alles ist machbar." Vier Mitarbeiter und zwei qualifizierte Kräfte kümmern sich um den Hausaufgabenbereich, der sich zum Ziel setzt, die Kinder ohne schriftliche Hausaufgaben in den schulischen Feierabend schicken zu können. Fünf weitere Mitarbeiter sind im Vormittagsbereich tätig und damit vertraglich an das Land Niedersachsen gebunden, erklärte Gnad. Das vom Land zur Verfügung gestellte Budget für die Betreuungskräfte reiche für die Kräfte und die Vereine aus: MTV und Kneipp-Verein bieten an allen vier Tagen von 14 bis 15 ein sportliches Programm an. "Es ist ein anspruchsvolles Konzept, in dem auch der Spaß nicht zu kurz kommt", erläuterte Gnad. Unterrichtsinhalte würden dabei vertieft, aber nicht inhaltlich weitergeführt. Wie es in einem Jahr finanziell aussehe, das, so Gnad, "ist eine andere Geschichte". Das Essensgeld wirdüber die Stadt vorab kassiert und die Einzahlungen von der Schule kontrolliert. Die genaue Höhe wird den Eltern noch mitgeteilt, Hartz-IV-Empfänger zahlen aber weniger für ihre Kinder. Dass man wie in Rinteln "teilweise hinter dem Essensgeld herlaufen muss", so Watermann, sei wohl unvermeidbar. Watermann sah alles so: Man betrete Neuland, man werde sehen, was sich bewährt - und was nicht.



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