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Für die Mehrheitsgruppe ist die stellvertretende Referatsleiterin in der Staatskanzlei die richtige Frau für das Amt

Gaby Willamowius – als Dezernentin so gut wie gewählt

Hameln (ni). Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann hat gestern offiziell bestätigt, worüber in Kreisen der Politik schon seit geraumer Zeit geredet wurde: Gaby Willamowius, derzeit stellvertretende Referatsleiterin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, soll Hamelns neue Dezernentin werden.

veröffentlicht am 20.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 21.04.2010 um 10:26 Uhr

Im vergangenen Jahr hat der Hamelner Rat gegen die Stimmen von CDU und Bürgerliste beschlossen, die im Stellenplan der Stadt nach wie vor ausgewiesene Dezernentenstelle für die Fachbereiche „Bildung, Jugend und Kultur“ sowie „Recht und Sicherheit“ zum nächstmöglichen Termin neu zu besetzen. Die Stelle wurde daraufhin ausgeschrieben. Heute Nachmittag wird Susanne Lippmann den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses Gaby Willamowius für das Spitzenamt im Hamelner Rathaus vorschlagen.

Bei den Fraktionen hat sich die stellvertretende Referatsleiterin mit dem Schwerpunkt Bildung und Erziehung bereits vorgestellt. Sie soll allgemein einen guten Eindruck hinterlassen haben, heißt es. Ungeteilte Zustimmung kann sie trotzdem nicht erwarten. Die Christdemokraten sperren sich gegen eine Besetzung der Stelle. Sie wollen statt eines dritten Dezernenten die darunterliegende Ebene der Fachbereichsleiter gestärkt sehen. Die Zustimmung der Bürgerliste ist ungewiss. Sie verweist auf die desolate Haushaltslage der Stadt und spricht sich generell gegen einen weiteren Anstieg der Personalkosten in der Verwaltung aus. Die dritte Dezernentin würde den städtischen Etat jährlich mit 78 000 Euro belasten. Im Haushaltsplan-Entwurf für 2010 ist dieser Betrag schon vorgesehen.

Der Wahl von Willamowius zur Beamtin auf Zeit durch den Rat der Stadt Hameln dürfte am 28. April dennoch nichts entgegenstehen. Die Mehrheitsgruppe aus SPD, FDP und Grünen sieht in ihr die richtige Frau für den wichtigen Posten und kann sie auch ohne Unterstützung der Opposition für acht Jahre ins Amt heben. Zusammen mit Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann und dem Ersten Stadtrat Eckhard Koss würde Willamowius zumindest vorübergehend die Verwaltungsspitze bilden. Die Entscheidung, ob nach dem Ausscheiden von Koss Mitte 2011 erneut eine Dezernentenwahl ansteht, entscheidet der dann neu gewählte Rat.

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