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Vier Tage Training mit sieben Ex-Profis / Frank Mill: Weg von der Glotze, raus und spielen

Fußballschule des VfR Evesen öffnet ihre Tore

Evesen (bus). Beim VfR Evesen hat gestern die Fußballschule "kidsactive" begonnen. Das von Frank Mill geführte Unternehmen wird bis Donnerstag mehr als 80 fußballbegeisterte junge Schaumburger (und Schaumburgerinnen) mit den Finessen des Rasenspiels vertraut machen. Außer Mill, VfR-Vorstand Peter Möse und Hans-Georg Terner von der sponsernden Sparkasse Schaumburg nahmen die Ex-Profis Matthias Herget, Holger Fach, Thomas Kempe, Rolf Meyer, Thomas Stratos und Axel Sundermann sowie Assistent Marcel Boukal die Sechs- bis 13-Jährigen in Empfang. Für den Nachmittag wurde Torwartlegende Uli Stein, für Mittwoch der Trainer von Hannover 96,Peter Neururer, erwartet.

veröffentlicht am 04.04.2006 um 00:00 Uhr

Ex-Profi Frank Mill ist schon vor Beginn des eigentlichen Traini

Dass die Witterungs- und Platzverhältnisse gestern Morgen eher auf Anlaufgrätschtypen wie Berti "Terrier" Vogts zugeschnitten war, tat der aufgeregt-erwartungsfrohen Stimmung keinerlei Abbruch. Und auch eine viertelstündige Verspätung - Mill: "Wo ist der Kaffee?" - konnte dem gut gelaunten Nachwuchs die Begeisterung nicht vermiesen. An den Tischen im Sportzentrum wurden die Köpfe zusammengesteckt und eifrig die aktuellen Bundesliga-Ergebnisse diskutiert. Darüber hinaus beherrschten die in den bevorstehenden vier Tagen zahlreich zu erwartenden Tipps und Tricks der National- und Bundesligaspieler die Gespräche. Die 2003 gegründete Fußballschule stellt den Aspekt der Förderung und Motivierung der allgemeinen kindlichen Bewegungsfreude als vorrangig dar. Vor allen Dingen gelte es, erläutert Mill, dem typischen Freizeitverhalten der Kinder und Jugendlichen und den aus ihm resultierenden Defiziten - Konzentrationsprobleme, motorische Störungen bis hin zu häufigen Infekten - einen Gegenpol zu setzen. Das Manko der fehlenden Bewegungsfreude sei zum einen ein zunehmendes Problem unserer Volksgesundheit und stelle zum anderen auch die Zukunft des Deutschen Fußballs in Frage. "Weg von der Glotze, raus und spielen", bringt Mill das Motto der Schule auf einen absolut griffigen Nenner. Mit Freude und ohne Zwang den eigenen Ehrgeiz der Kinder wiedererwecken, sich durch Bewegung zu behaupten und das verloren gegangene Körpergefühl zu finden, habe er sich zum Ziel gesetzt. Darüber hinaus solle das hautnahe Training mit einem "der es geschafft hat" talentierten Mädchen und Jungen Anreize vermitteln, "am Ball zu bleiben". Das Konzept beinhalte sowohl die qualifizierte Nachwuchsförderung, als auch die Steigerung der Bewegungsfreude des "Sportmuffels".

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