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Verschmelzung mit Raiffeisen-Warenhandel Ostwestfalen / 65 neue Mitarbeiter, sieben Filialen

Fusion: Raiffeisen-Landbund wächst weiter

Landkreis (dil). Die Mitglieder des genossenschaftlichen Handelsunternehmens "Raiffeisen-Landbund eG, An- und Verkaufsgenossenschaft" (RLB) mit Sitz in Niedernwöhren haben bei ihrer außerordentlichen Generalversammlung in Bückeburg die Fusion mit der Raiffeisen-Warenhandel Ostwestfalen eG einstimmig beschlossen. Die Anzahl der Mitglieder verdoppelt sich dadurch auf etwa 2600. Es ist der bisher größte Zuwachs durch Verschmelzung für das vom Hafen Wiehagen aus gesteuerte Unternehmen.

veröffentlicht am 20.06.2008 um 00:00 Uhr

Marco Gottschalk

In der vergangenen Woche ging alles ganz schnell. Am Montag hatten die Ostwestfalen ihre Generalversammlung, denn sie bilanzieren zum Jahresende. Dort wurde der Verschmelzung mit den Niedernwöhrenern zugestimmt. Für den 10. Juni war eine außerordentliche Generalversammlung der Niedernwöhrener im Bückeburger "Ratskeller" angesetzt, bei der es ebenfalls Zustimmung gab. Bereits drei Wochen vorher hatte es dort eine Informationsveranstaltung für die Mitglieder gegeben, sodass jetzt die Beteiligung mit etwa hundert Landwirten relativ klein ausfiel. Die Raiffeisen-Warenhandel Ostwestfalen eG (RWO) hatte ihren Firmensitz im westfälischen Rietberg. Das Geschäftsgebiet der neuen Raiffeisen-Landbund reicht nun vom Steinhuder Meer bis hinter Gütersloh (vorher Steinhuder Meer bis Bad Oeynhausen). Geleitet wird das Unternehmen künftig vom Hafen Wiehagen am Mittelandkanal aus. Zusammen mit den sieben Standorten der RWO werden alle 24 bislang betriebenen Filialen der RLB fortgeführt. Die kurzen Wege der Kunden zu ihrer Genossenschaft bleiben ebenso erhalten wie die vertrauten Ansprechpartner in der Beratung. Verteilt über das gesamte Gebiet sind Standorte mit landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln, Haus- und Gartenmärkte und Tankstellen vorhanden. 65 Mitarbeiter aus Ostwestfalen kommen zu den bisher etwa 200 der Niedernwöhrener hinzu. Der Jahresumsatz der RLB von 170 Millionen Euro addiert sich mit dem zuletzt erreichten Umsatz der RWO auf etwa 230 Millionen Euro. "Vorstand und Geschäftsführung erwarten durch den Zusammenschluss eine weitere Verbesserung der Leistungsfähigkeit für die Mitglieder und Kunden. Die Beratungsintensität beim Kunden kann mit zunehmender Spezialisierung der Mitarbeiter optimiert werden", teilt das Niedernwöhrener Unternehmen mit. "Durch diese Fusion kommt der Bereich Mischfutterherstellung neu hinzu, da die Raiffeisen-Warenhandel über ein Werk zur Herstellung von Kraftfuttermitteln verfügt. Das vorhandene Know-how im Futtermittelbereich soll die Wettbewerbsfähigkeit im gesamten Geschäftsgebiet steigern. Bei dem Unternehmen mit bisher rund 200 Mitarbeitern in 31 Betriebsstätten an 19 Orten in sechs Landkreisen harmonieren zum Beispiel der Heizölverkauf und die Entwicklung alternativer Brennstoffe. Nun kommt die Futtermittelherstellung hinzu. Der bisherige Geschäftsführer Wilhelm Gottschalk tritt im September in den Ruhestand. Als Nachfolger wurden bereits vor Jahresfrist dessen Sohn Marco Gottschalk und Andreas Rath bestimmt.

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