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Waldemar Prinz zu Schaumburg-Lippe heiratet - die Mutter von Mario-Max Schaumburg-Lippe

Fürst distanziert sich von neuer Verwandtschaft

Bückeburg / Wien (rc). Das Fürstenhaus zu Schaumburg-Lippe ist vergrätzt. Grund ist die Heirat von Waldemar Prinz zu Schaumburg-Lippe aus der verarmten Nebenlinie Nachod mit Dr. Gertraud-Antonia Wagner-Schöppl in Wiener Schloss Schönbrunn am vergangenen Sonnabend. Das Pikante: Die Braut ist die leibliche Mutter von Dr. Mario-Max Schaumburg-Lippe. Er kam zu seinen Nachnamen, als er sich von Helga-Lee Prinzessin zu Schaumburg-Lippe, ebenfalls aus der Sekundogenitur Nachod, adoptieren ließ.

veröffentlicht am 22.09.2008 um 00:00 Uhr

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Mit Mario-Max führte Familienoberhaupt Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe Rechtsstreitigkeiten. Er sah das Ansehen seiner Blutsverwandtschaft durch den Lebensstil des Adoptierten gefährdet, klagte und erwirkte, dass Mario-Max heute nur den Namen Schaumburg-Lippe verwenden darf, nicht aber den Prinzen-"Titel". Entsprechend scharf fiel am Wochenende die Reaktion aus dem Fürstlichen Schloss aus: "Wir legen Wert auf die Feststellung, dass die unangebrachte und übertriebene Selbstdarstellung des Brautpaares mit unseren Umgangsformen nichts zu tun hat. Wir weisen darauf hin, dass wir weder Fr. Dr. Wagner-Schöppl noch ihren Sohn, den adoptierten Mario-Max Schaumburg-Lippe, als Mitglieder unserer Familie anerkennen oder akzeptieren werden." Unterzeichnet ist die gemeinsame Erklärung von allen Mitgliedern des Fürstenhauses, unter ihnen Fürstin Nadja-Anna und Fürstin Benita. In mehreren Presseveröffentlichungen im Internet im Vorfeld der Hochzeit hatte das Brautpaar oder aber Mario-Max auf Details der Hochzeit verwiesen - "ein Guiness-Buch verdächtiges Geschenk" - und kurz vor der Hochzeit Passau besucht, wo es - zusammen mit Mario-Max - auf Königin Sylvia von Schweden traf. Immerhin ist Prinz Waldemar um einige Ecken mit dem schwedischen Königshaus verwandt. Auch zum dänischen Königshaus rühmt er sich verwandtschaftlicher Beziehungen. Seine Mutter war Feodora Prinzessin zu Dänemark. Selbst als Hoffotograf am dänischen Hof tätig, heiratete er die dänische Hoffotografin Prinzessin Anne-Lise. Nach seiner Scheidung verdingte er sich als Angestellter, Vorstandsvorsitzender und zuletzt Kommunalangestellter in Dänemark. Seit einigen Jahren lebt er wieder in Deutschland.Die Verlobung hatte das Paar Mitte September bekannt gegeben. Zur Hochzeit in Schönbrunn fuhr das Brautpaarmit der Pferdekutsche vor. In ihr saß auch Angela Ermakova mit Diadem und Töchterlein. "Ihres Zeichens Boris Beckers Besenstuben-Gspusi", kommentierte Fürst Alexander. Und fragte: "Soll das ganze eine Parodie sein?"

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