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Gudrun Bügge wird von der niedersächsischen Sozialministerin für die Tschernobyl-Hilfe ausgezeichnet

Für vorbildliche Verdienste um den Nächsten

Obernkirchen/Hannover (rnk). Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann hat in Hannover elf Bürger für ihr beispielhaftes ehrenamtliches Engagement mit der vom Land gestifteten Medaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten ausgezeichnet. Zu den Ausgezeichneten gehört auch Gudrun Bügge aus der Bergstadt, die für ihr Engagement für die Kinder aus Tschernobyl geehrt wurde. "Ich bin sehr stolz auf das, was Sie freiwillig für andere tun, die Hilfe brauchen, und danke Ihnen für den unermüdlichen Einsatz. Sie sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft", sagte Ministerin Ross-Luttmann in ihrer Laudatio. Die Ausgezeichneten stellten einmal mehr unter Beweis, wie vielfältig die Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Engagement seien und wie viel Hilfsbereitschaft Bürgerinnen und Bürger ihren Mitmenschen entgegenbrächten.

veröffentlicht am 24.01.2008 um 00:00 Uhr

Ehrenamt wird anerkannt: Gudrun Bügge (l.) und Sozialministerin

Bürgerschaftliches Engagement sei im wahrsten Sinne des Wortes das Fundament unserer Gesellschaft. Ohne Bürgereinsatz und Bürgersinn sei kein Staat zu machen. Niedersachsen habe sich inzwischen zu einem Musterland für bürgerschaftliches Engagement entwickelt. Das sei zuallererst ein Erfolg aller Engagierten, "aber vor allem ein Gewinn für uns alle". Jeder Dritte in unserem Land übe ein Ehrenamt in Sportvereinen, Jugendverbänden, bei der Freiwilligen Feuerwehr, in Kirchen oder im Kultur- und Sozialbereich aus, betonte Ross-Luttmann. In den an Bügge gewandten Worten verwies die Ministerin darauf, dass der schreckliche und unfassbare Atomunfall in Tschernobyl schon fast ein Vierteljahrhundert her sei, aber dennoch würden noch immer Tausende von Menschen direkt oder indirekt an den Folgen dieser Katastrophe leiden. Gerade die Kinder seien in besonderem Maße von der Strahlenbelastung betroffen. Ross-Luttmann: "Deshalb ist es so wichtig, dass diese Kinder im wahrsten Sinne des Wortes einmal rauskommen. Sie, liebe Frau Bügge, tragen dazu bei, dass sich Kinder aus der Region Gomel in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Obernkirchen erholen können." Denn seit 16 Jahren sei Gudrun Bügge die Initiatorin für die Ferienaktion "Erholung für Tschernobyl-Kinder" in der Kirchengemeinde. Sie sei für die Planung, Vorbereitung und Durchführung dieser Ferienaktion zuständig, sie habe Hilfsgüterkonvois nach Weißrussland begleitet, sie habe viele Kontakte geknüpft und gepflegt: "Und natürlich haben Sie auch Kinder bei sich aufgenommen." Bügges besonderem Engagement sei es zu verdanken, dass die Ferienaufenthaltsaktion in Obernkirchen zu einem festen Bestandteil geworden ist. Die Landesregierung habe in den letzten Jahren zahlreiche Initiativen ergriffen, um die Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement zu verbessern. Gefördert würden auch neue Formen des Engagements wie Bürgerstiftungen und Freiwilligenagenturen. "Ende vergangenen Jahres ist schließlich in den ersten Kommunen die landesweit gültige Ehrenamtskarte ausgegeben worden. Sie ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für langjähriges bürgerschaftliches Engagement und bietet unter anderem Vergünstigungen beim Besuch kommunaler Einrichtungen und Veranstaltungen", erläuterte die Sozialministerin.

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