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Kleinenbremens Senioren-Fitness-Bewegung kommt in die Jahre: Gymnastiktreff feiert das 25. Jubläum

Für viele war's der erste Auftritt in luftigem Sportdress

Kleinenbremen (gp). "Wer rastet, der rostet" - nach dieser Devise gründete der VdK Kleinenbremen vor 25 Jahren einen Gymnastiktreff. Den einst von Kriegsgeschädigten und Hinterbliebenen des Zweiten Weltkrieges ins Leben gerufenen Ortsverein gibt es schon lange nicht mehr. Die dörfliche Senioren-Fitness-Bewegung aber ist munterer und lebendiger denn je. Dieser Tage wurde Geburtstag gefeiert.

veröffentlicht am 09.05.2007 um 00:00 Uhr

Übungsleiter Eberhard Engler (l.) erhält für sein mittlerweile e

"Seit damals hat sich viel verändert", blickt Gerti Heine auf die Gründerjahre zurück. Die heute knapp 80-Jährige ist (fast) von Anfang an dabei. An Muskelaufbaustudios, Nordic Walking und Qi Gong dachte damals noch keiner. Auch mit Übergewicht hatten damals auf dem Lande nur wenige zu kämpfen. Der Anstoß zu dem ersten Kleinenbremer Senioren-Bewegungstreff kam vom damaligen VdK-Vorsitzenden und Altbürgermeister Wilhelm Steinmeier. Bei einem Ausflug der vereinseigenen Wandergruppe schlug er vor, sich zusätzlich einmal pro Woche zu gymnastischen Übungen zu treffen. Das schien vielen zuerst ein bisschen gewagt. DerAndrang hielt sich lange Zeit in Grenzen. Außer Wilhelm Steinmeier und Minna Reichardt trauten sich nur Paula Vogt, Minna Hellmann und Daniel (Post-)Vogt in die zehn Jahre zuvor neu erbaute Turnhalle. Für die meisten Frauen war es der erste Auftritt in einem locker-luftigen Sportdress überhaupt.Doch dann wuchs das Teilnehmerfeld schnell an. Auch der damalige Dorfdoktor Wolfgang Groth reihte sich ein. Glück hatten die VdK-Aktivisten bei der Suche nach einem geeigneten Übungsleiter. Nach kurzem Zögern stellte sich Dorfnachbar Eberhard Engler zur Verfügung. Der damals 35-jährige Sportlehrer am Bückeburger Gymnasium hatte sich bis dato vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit des örtlichen Turn- und Sportvereins betätigt. Man habe sich - trotz des erheblichen Altersunterschiedes - von Anfang an hervorragend vertragen, sind sich rückblickend alle Beteiligten einig. Das war wohl auch der Grund dafür, dass das Zusammenspiel bis heute störungsfrei klappt. "Er ist ein Glücksfall", lobt Marlene Sturm den allseits beliebten Übungsleiter. Mittlerweile hat sich der einstige "Jungspund" in Punkto Altersunterschied ein bisschen angepasst. Eins aber ist seit langer Zeit unverändert: Engler war und ist der einzige Mann in der Runde. Treffpunkt ist pünktlich jeden Donnerstag um 16.45 Uhr in der Kleinenbremer Turnhalle. Eine Stunde lang hallen dann Kommandos wie "Hände hoch, Hintern raus, Wiegeschritt!" durch den Raum. Alle Übungen werden mit Musik untermalt. Als Hilfsmittel dienen Bänke, Sprossenwand und Bälle. Geburtstagskinder bekommen ein Ständchen. Der Teilnehmerkreis bewegt sich seit Jahren bei 30. Der Altersdurchschnitt beträgt 50 plus. Organisatorisch ist die Truppe in den TuS eingebunden. Eine Verpflichtung zur Mitgliedschaft besteht jedoch nicht. Neben dem wöchentlichen Übungsprogramm stehen Geselligkeit und Miteinander ganz oben an. Nicht selten bleibt man nach dem Turnen noch zum Kaffeetrinken zusammen. Im Advent steigt eine Vorweihnachtsfeier. Während des Faschings sind witzige Turnkostüme gefragt. Und auch außerhalb der Turnhalle stehen mehrere Gemeinschaftsaktivitäten auf dem Programm. So trifft man sich jedes Jahr mindestens einmal zum Grillen und zu einem Bus- oder Bahnausflug.



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