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Hameln-Pyrmonter erinnnern sich an den Mauerfall / Kritik am andauernden Soli

Für viele war es ein unvergessliches Erlebnis

Hameln (chs). Der 9. November 1989 – die Öffnung der Berliner Mauer und der DDR-Grenze insgesamt – ist für viele ein unvergessliches Ereignis. Der Hamelner Randolf Glaeser erinnert sich: „Ich habe mir den Mauerfall im Fernsehen angeschaut, ihn quasi im Wohnzimmer erlebt.“ Er habe die Gelegenheit genutzt, schon bald einmal „nach drüben“ zu fahren. „Denn bis dahin war man ja dort nicht hingekommen“, erzählt der 50-Jährige. Er meint, dass die Wiedervereinigung zwar erfreulich sei, aber auch eine schlechte Seite habe: „Wenn ich nur an den Solidaritätsbeitrag denke!

veröffentlicht am 08.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 04.12.2009 um 16:29 Uhr

Hameln (chs). Der 9. November 1989 – die Öffnung der Berliner Mauer und der DDR-Grenze insgesamt – ist für viele ein unvergessliches Ereignis. Der Hamelner Randolf Glaeser erinnert sich: „Ich habe mir den Mauerfall im Fernsehen angeschaut, ihn quasi im Wohnzimmer erlebt.“ Er habe die Gelegenheit genutzt, schon bald einmal „nach drüben“ zu fahren. „Denn bis dahin war man ja dort nicht hingekommen“, erzählt der 50-Jährige. Er meint, dass die Wiedervereinigung zwar erfreulich sei, aber auch eine schlechte Seite habe: „Wenn ich nur an den Solidaritätsbeitrag denke! Es ist ärgerlich, dass aus den versprochenen fünf Jahren zehn wurden und es mittlerweile sogar 20 sind. Aber ich denke, dass es den Menschen im Osten immer noch ein wenig schlechter geht.“

Erika Steffan (71) aus Lauenstein war im November 1989 in Berlin. Sie wusste erst gar nicht, warum die Menschen jubelnd durch die Straßen zogen. „Aber als ich dann ins Café Kranzler ging und die Nachricht vom Mauerfall hörte, konnte ich es kaum fassen.“ Stimmung und Atmosphäre seien überwältigend gewesen. „Wildfremde Menschen sind sich in die Arme gefallen“, beschreibt sie. „Der Eindruck der vollen Straßen ist für mich unvergesslich.“ Am nächsten Morgen war in den U- und Straßenbahnen kein Platz zu bekommen, „denn viele DDRler waren in der Stadt und genossen das Privileg, umsonst fahren zu dürfen“. Trotz der Enge habe keiner der Fahrgäste gemurrt: „Alle waren froh und glücklich, es war einfach einmalig.“

Susanne Meier aus Hessisch Oldendorf war zum Zeitpunkt des Mauerfalls zwölf Jahre alt. Obwohl sie nicht mehr genau erinnert, was sie zu jenem Zeitpunkt getan hat, weiß sie doch: „Ich fand diesen Tag ganz toll.“ Leider sei sie noch zu jung gewesen, um nach Berlin zu fahren. „Aber ich finde es gut, dass die Menschen aus der ehemaligen DDR nun hinfahren können, wo sie wollen.“

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