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Vor Gericht: Bewährungsstrafe für prügelnden Rintelner (19)

"Für Sie ist es wirklich fünf vor zwölf"

Rinteln (maf). Eine Serie von Schlägereien hat einen 19-jährigen Rintelner an den Rand des Gefängnisses gebracht: Das Jugendschöffengericht unter Vorsitz von Rich ter Christian Rost verurteilte den Schüler nun zu einer Jugendstrafe von 18 Monaten auf Bewährung und ahndete damit seine Beteiligung an insgesamt vier gefährlichen Körperverletzungen.

veröffentlicht am 13.12.2007 um 00:00 Uhr

Neben zwei jetzt verhandelten Auseinandersetzungen an Schulen bezog das Gericht zwei frühere Verurteilungen in die Entscheidung ein, als der Rintelner ebenfalls bei Prügeleien mitgemischt hatte. "Für Sie ist es wirklich fünf vor zwölf", wandte sich der Vorsitzende Richter an den 19-Jährigen. Für den Angeklagten sprach, dass er inzwischen wieder zur Schule geht und einen Nebenjob angenommen hat. Die neuen Fälle: Im März 2006 tauchte der 19-Jährige mit einem gleichaltrigen Kumpel an der berufsbildenden Schule auf. In der Aula griffen die beiden grundlos einen jungen Mann an, schlugen auf ihn ein. Als sich eine weitere Person einschaltete, bekam auch diese einen Schlag ab. Nun müssen die Angreifer zusammen 1100 Euro an die Opfer zahlen. Nachdem der Angeklagte im August 2006 zwei Polizeibeamte bei einem Einsatz am Kino-Center massiv beleidigt hatte, fiel er zwei Monate später schon wieder durch eine Schlägerei auf. Bei der VHS ging der von Rechtsanwalt Dr. Norman Inoue verteidigte Mann auf einen Kontrahenten los, haute ihm einen Stuhl auf den Rücken und drückte ihn gegen ein Geländer. Auch der bei der Prügelei an der berufsbildenden Schule mitmischende Kumpel des Angeklagten hat eine weitere Körperverletzung begangen. An einem Juniabend war er mit einem Freund (20) zu Fuß in Exten unterwegs. Dabei begegnete ihnen ein Bekannter im Auto. Sofort nachdem der Autofahrer angehalten hatte, bekam er eine Ohrfeige verpasst. Dagegen schlug der von Rechtsanwalt Jan-Markus Dehne vertretene 20-jährige Freund lediglich auf die Karosserie des Wagens und wurde letztlich freigesprochen.



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