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Und nicht nur beim größten Arbeitgeber in Bad Pyrmont geht es jetzt offenbar wieder aufwärts

Für Phoenix Contact ist die Kurzarbeit vorbei

Bad Pyrmont (uk). Nach einem schwierigen Jahr hat sich der Aufwärtstrend bei Phoenix Contact in den ersten drei Monaten dieses Jahres so weit stabilisiert und fortgesetzt, dass das Unternehmen bis auf weiteres auf die Kurzarbeit verzichten kann.

veröffentlicht am 18.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Der positive Trend im Auftragseingang habe sich auch im März fortgesetzt und aufgrund dieser Entwicklung gehe die Geschäftsführung derzeit davon aus, die Kurzarbeit nicht wieder aufzunehmen, hieß es gestern in einer Mitteilung des Unternehmens. Der Spezialist für elektrische Verbindungs- und elektronische Interfacetechnik und der industriellen Automatisierungstechnik hatte ab März 2009 in Teilbereichen des Unternehmens und ab Mai 2009 für das gesamte Unternehmen Kurzarbeit eingeführt, um den geringen Auftragseingang aufzufangen und dabei die Beschäftigung der Belegschaft zu sichern. Auch das Werk in Bad Pyrmont mit seinen rund 1000 Beschäftigten war davon betroffen.

Die Belegschaft hat die schwierige Zeit ohne Kündigungen überstanden und sieht sich nun einer Nachfrage gegenüber, die nach Auskunft des Unternehmens sogar schon Sonntagsproduktionen notwendig gemacht hat, um den wachsenden Bedarf an Leiterplatten-Technik befriedigen zu können.

Ursprünglich hatte die Geschäftsführung geplant, die Kurzarbeit bis Juni 2010 durchzuführen. Bereits im Januar, Februar und März dieses Jahres konnte die Kurzarbeit jedoch ausgesetzt werden, da sich der Auftragseingang positiv entwickelt hatte. Phoenix Contact beliefert Kunden in mehreren Branchen, dementsprechend breit gestreut ist jetzt auch nach Unternehmensangaben die Herkunft der Aufträge.

Kommende Woche will die Geschäftsführung über die Geschäftsentwicklung berichten. Bekannt ist bisher, dass bereits in der zweiten Jahreshälfte 2009 der Umsatz wieder leicht gestiegen war. Geschäftsführer Roland Bent sprach im August davon, dass die Talsohle erreicht sei. Insgesamt aber hat Phoenix Contact nach eigenen Angaben das vergangene Jahr mit einem Minus von 19 Prozent abgeschlossen. Für dieses Jahr wird ein moderates Wachstum im einstelligen Bereich erwartet.

Bettina Hölscher von der Arbeitsagentur in Bad Pyrmont reagierte erleichtert auf die Nachricht. „Das ist toll und wichtig, denn Phoenix ist der größte Arbeitgeber der Stadt.“ Und glücklicherweise ist er nicht der einzige Arbeitgeber, dem es wieder besser geht. „Auch andere größere Firmen gehen aktuell von der Kurzarbeit wieder weg“, so die Agenturleiterin. „Auffällig ist allerdings, dass zurzeit kleinere Betriebe in Bad Pyrmont mit nur wenigen Mitarbeitern Kurzarbeit anmelden; allerdings nicht in großem Umfang“, berichtete sie gestern.

Im Handwerk sorgt der nahende Frühling derweil für Beschäftigung. Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur hatte Pyrmonter Betriebe angeschrieben und deren Bedarf abgefragt. „Das ist erfreulicherweise auf eine gute Resonanz gestoßen“, so Bettina Hölscher. „So konnten zum Beispiel zehn Maler vermittelt werden. Das ist für Bad Pyrmont schon eine beachtliche Größenordnung.“

Der Lügder Elektrodrahthersteller Schwering & Hasse, größter Arbeitgeber der Stadt, hatte bereits zum Oktober vergangenen Jahres nach neun Monaten die Kurzarbeit für seine 200 Mitarbeiter wieder aussetzen können.



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