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"Alter Grafschafter": Landtagskandidat Otto Deppmeyer stellt sich Rintelner CDU vor

Für Kinderkrippen und Kernkraftwerke

Rinteln (wm). Die Mitglieder des CDU-Ortsverbandes waren am Donnerstagabend im "Stadt Kassel" eher spärlich vertreten, als sich der CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis Rinteln/Hameln/Hessisch Oldendorf, Otto Deppmeyer, vorstellte. Dafür war mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Joachim Runkel und dem Kreisvorsitzenden Klaus-Dieter Drewes reichlich Prominenz da.

veröffentlicht am 03.11.2007 um 00:00 Uhr

Otto Deppmeyer

Deppmeyer, 60 Jahre alt, seit 37 Jahren in der CDU und fast genauso lange in der Kommunalpolitik tätig, outete sich in einem humorigen Vortrag als alter "Grafschafter" aus der Zeit, als Hessisch Oldendorf noch zur Grafschaft zählte mit einem "RI" im Autokennzeichen und einer gesunden Aversion gegen das politische Übergewicht von Kreisstädten - hier gemeint Hameln. Die Rintelner könnten also beruhigt sein, er würde sie künftig im Landtag schon ordentlich vertreten. Und: Er sei zwar in geheimer Wahl nominiert worden, habe aber den Eindruck gehabt, "die 22 Rintelner haben für mich gestimmt". Dr. Joachim Runkel komme sicher wieder in den Landtag, "da muss ich schon mehr kämpfen", scherzte Deppmeyer, "deshalb holen Sie alle an die Urnen, die schon immer CDU gewählt haben, und die sollen am besten noch welche mitbringen". Deppmeyer sprach sich für den Ausbau von Ganztagsbetreuung und Krippen aus ("auch wenn meine Frau und ich das früher ganz anders gesehen haben") und für das Kernkraftwerk Grohnde: "Es wäre nicht vernünftig, ein gutes deutsches Kraftwerk abzuschalten, um von schlechten russischen Strom zu kaufen." Als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgemeinschaft "Westliches Weserbergland" im Rahmen des EU-Förderprogramms Leader plus habe er den Eindruck, dass die interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen verbesserungsfähig sei: "Wir bringen da mehr zustande als drei Landräte." Zum Abschluss noch ein paar Sätze zu Rinteln: In Hessisch Oldendorf höre er immer, die Rintelner hätten ihre Verkehrsprobleme glänzend gelöst, man komme direkt in die Innenstadt und finde immer einen Parkplatz. Mit einer Sperrung wäre Rinteln also sicher nicht gut beraten. Beim Thema Landkreise hakte der CDU-Kreisvorsitzende Drewes ein: Bei der interkommunalen Zusammenarbeit sei sicher vieles verbesserungsfähig, aber zu Landkreisen gebe es keine vernünftige Alternative. Die großen Gebilde "sind nicht die besten", so Drewes mit Blick auf die Region Hannover. Ortsvereinsvorsitzender Sebastian Westphal nahm das Stichwort Verkehrsführung auf und kündigte an, die CDU werde notfalls eine Unterschriftensammlung organisieren, um den "Blödsinn" einer Sperrung der Innenstadt zu verhindern. Diskutieren könne man allenfalls über eine Einbahnstraße Exter Weg in Richtung Innenstadt.



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