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Heute ist „Safer Internet Day“ / Deutsches Kinderhilfswerk fordert Alterskennzeichnung

Für ein besseres Internet

Berlin. Die rasante Entwicklung der digitalen Medien verändert das Leben vieler Menschen. Jeder kann heute ständig und überall online und erreichbar sein.

veröffentlicht am 11.02.2014 um 00:00 Uhr

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Neben den vielen Vorteilen, die die technischen Neuerungen mit sich bringen, gibt es jedoch laufend Herausforderungen – zum Beispiel: Was tun bei Cybermobbing-Angriffen? Wie gehen wir damit um, wenn unsere Kinder ganz persönliche Informationen ins weltweite Netz stellen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden und ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen, wurde der „Safer Internet Day“ ins Leben gerufen. Heute finden aus diesem Anlass viele Veranstaltungen statt unter dem Motto „Gemeinsam für ein besseres Internet“. Auf Initiative der Europäischen Kommission will das 1999 gestartete Safer-Internet- Programm die Medienkompetenz und die Sensibilisierung für Gefahren im Netz besonders bei Kindern, Eltern und Lehrern fördern. In Deutschland koordiniert „klicksafe.de“ die Aktivitäten.

Anlässlich des „Safer Internet Day“ betont die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, deshalb die Bedeutung von Medienkompetenz und Jugendmedienschutz: „Ein Leben ohne Internet und mobile Kommunikation ist für die meisten Kinder und Jugendlichen heute unvorstellbar. Es liegt an Bund und Ländern, gute Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass Medienerziehung in Familien, Kitas und Schulen gelingt“, so Schwesig.

Beim Jugendmedienschutz sind nach Ansicht der Bundesfamilienministerin Bund und Länder gemeinsam gefordert, die gesetzlichen Regelungen gut aufeinander abzustimmen und ein gutes und dauerhaftes Schutzniveau herzustellen. Jenseits nationaler Gesetzgebung setzt Schwesig auf die gemeinsame Verantwortung von Politik und Unternehmen, um wirksam gegen Risiken wie Cybermobbing vorzubeugen. „Auch die großen international tätigen Unternehmen müssen sich am Risikomanagement beteiligen, wenn Minderjährige ihre Angebote nutzen. Im Internet-Kinderschutzzentrum I-KiZ werden wir dafür eine Gesamtstrategie umsetzen“, kündigte Manuela Schwesig an.

Schon jetzt unterstützt das Bundesfamilienministerium Eltern in der Medienerziehung. Der Medienratgeber „Schau Hin! Was Dein Kind mit Medien macht.“ schätzt aktuelle Entwicklungen am Medienmarkt für Eltern ein. Kindgerechte Internetangebote wie die Kindersuchmaschine Blinde Kuh, der KinderServer und die Kinderstartseite www.meine-startseite.de bieten Kindern und Familien Sicherheit bei den ersten Schritten im Netz. Weitere Initiativen fördern eine kreative und selbstbestimmte Mediennutzung und die Beteiligung junger Menschen mit digitalen Medien.

Auch das Deutsche Kinderhilfswerk befasst sich mit der Sicherheit des Internets für Kinder und Jugendliche. Die Organisation spricht sich anlässlich des heutigen „Safer Internet Day“ für die Einführung einer intuitiv verständlichen Alterskennzeichnung von Internetseiten aus. Gleichzeitig darf der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor entwicklungsbeeinträchtigenden Medieninhalten nicht gegen eine Förderung kindlicher Medienkompetenzen ausgespielt werden. „Altersfreigaben nutzen im Internet wenig. Daher ist die Einführung einer intuitiv verständlichen Kennzeichnung von Internetseiten sinnvoll. Diese sollte sich nicht nur in einer Altersempfehlung erschöpfen, sondern auch Aufschluss über Gründe für diese Empfehlung bieten“, betont Holger Hofmann vom Kinderhilfswerk. „Letztlich brauchen wir in Deutschland eine Gesamtstrategie, die Regulierung, Anbieterverantwortung und die Stärkung der Medienkompetenz miteinander verbindet.“ Daher fordert das Kinderhilfswerk eine bundesweite Offensive für mehr Kindersicherheit im Internet.

Zum „Safer Internet Day 2014“ bietet das Deutsche Kinderhilfswerk auf seiner Kinderseite www.kindersache.de eine Umfrage zum Thema „Was ist für dich gutes Internet?“ an. Außerdem wird es einen gemeinsamen Themenchat zum selben Thema sowie ein neues Wissensmodul (Checkpoint) auf www.juki.de zum Thema kindgerechte Internetseiten geben. juki ist ein Kooperationsprojekt des Deutschen Kinderhilfswerkes, der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter, der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und der Google Germany GmbH.dpa/bmfsfj/dkhw



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