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Ampel regelt den Verkehr, Arbeiten noch bis Ende nächster Woche / Ick: "Borkenkäferbefall gering"

Für die Sicherheit: 300 Bäume werden gefällt

Obernkirchen (clb). Seit Montag werden an der Rintelner Straße, zwischen dem Ortsausgang Buchholz, entlang der "Süßen Mutter" bis hin zum Ortseingang Obernkirchen Eichen, Eschen und Buchen gefällt, deren Äste auf die Fahrbahn ragen und somit den Verkehr gefährden könnten. Auch drei stammtrockene, also abgestorbene Eichen, sowie eine vom Borkenkäfer befallene Fichte müssen der Säge weichen. Noch bis Ende nächster Woche dauern die Arbeiten voraussichtlich an.

veröffentlicht am 23.11.2007 um 00:00 Uhr

Thorsten Hundertmark, Wilhelm Pieper und Christian Grühne (v.l.)

Nach Schätzungen von Frenz-Wilhelm Ick von der Revierförsterei Borstel, die zuständig für diesen Bereich ist, werden insgesamt rund 300 Bäume gefällt. Viele von ihnen würden Totäste enthalten, die über die Straße ragen und bei Sturm eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen, erklärt Ick. Die durch Borkenkäfer verursachten Schäden halten sich in diesem Jahr jedoch in Grenzen: "Da der Sommer kühl und nass war, konnten sich die Populationen nicht so gut entwickeln", schildert Ick. Ein Vorteil für die Wälder: Denn wäre der Sommer heiß gewesen, hätten sich die Käfer ganz anders entwickeln können, weiß der Experte. Die Baumbestände werden in jedem Frühjahr bis zu 30 Meter in den Wald hinein auf Schäden kontrolliert. Werden dann welche festgestellt, kommen die betroffenen Bäume auf die rote Liste und werden im Herbst, wenn die Blätter abgefallen sind, gerodet. Dafür, dass während der Fällarbeiten keine Verkehrsteilnehmer gefährdet werden, sorgt eine provisorische Ampelregelung: Die Straßenbereiche, an denen gerade gefällt wird, werden von der Straßenmeisterei Rinteln abgesperrt, die Ampel zeigt etwa fünf Minuten das rote Signal - solange müssen sich die Autofahrer gedulden. Denn nur fünf Minuten dauert es, bis ein großer kräftiger Baum gefällt ist. Die Forstwirte Thorsten Hundertmark, Wilhelm Pieper und Christian Grühne von der beauftragten Firma "Bernhard Beyer" aus Harderode zeigen, wie es geht: Zuerst wird eine Seilwinde um den Baum gelegt, die durch ein Drahtseil mit der so genannten Rückezugmaschine verbunden wird. Anschließend wird ein Fallkerb in den Stamm gesägt, um zu sichern, dass der Baum auch in die richtige Richtung fällt. Dann fährt der Rückezug zurück, das mit dem Baum verbundene Seil erhält Spannung, es kommt zum Fall. Genutzt werden kann das etwas schlechtere Holz sowie das Holz aus den Kronen jetzt zum Brennen; das hochwertige Stammholz hingegen wird verkauft und verarbeitet. Kontakt: Wer Interesse an Brennholz hat, kann sich bei der Revierförsterei Borstel unter (05753) 92184 melden.

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