weather-image
12°
Lutz Stratmann je eine Stunde langüber Historie und Gegenwart Bückeburgs und Rintelns informiert

Für den Minister: Stadtgeschichte im Eiltempo

Bückeburg/Rinteln (bus/crs). Einen Schnellkurs in Schaumburger Geschichte absolvierte gestern Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, in Bückeburg und Rinteln. Ein hochkomprimiertes Päckchen Bückeburger Stadtgeschichte vermittelte Stadtführer Karlheinz Stier dem Landesminister. Der auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Joachim Runkel im Schaumburger Land weilende Gast erfuhr in der einen ihm in Bückeburg zur Verfügung stehenden Stunde nahezu alles Wesentliche aus Historie und Gegenwart der Stadt. "Ich werde gern zurückkommen, um die heute gewonnenen Eindrücke zu vertiefen", sagte Stratmann.

veröffentlicht am 24.10.2007 um 00:00 Uhr

Auf dem Marktplatz erfährt Lutz Stratmann (5.v.r.) Wissenswertes

Spiers Route führte vom Gebäude der Grimmeschen Hofbuchdruckerei über Stadtkirche und Hubschraubermuseum, vorbei an Synagoge, Rathaus und Hofreitschule bis zum fürstlichen Schloss. Die an Details und Daten reiche Führung umfasste religiöse Hintergründe und technische Erkenntnisse gleichermaßen wie Wissenswertes aus der Schaumburg-Lippischen Vergangenheit und tagesaktuelle Ereignisse. Darüber hinaus fanden in dem zeitlich arg eng bemessenen Rahmen Schnurren aus dem Leben des Heidedichters Hermann Löns, Informatives über die "Via Triumphalis (Bahnhofstraße) der Stadt und den "Bückeburger Bauch" (Bogen der Bundesbahntrasse) Platz. Stratmanns besonderes Interesse - "immer wieder beeindruckend" - galt dem Hubschraubermuseum, das auf seinen Wunsch Aufnahme in die Führung gefunden hatte. Zusätzliche Informationen erhielt der Minister von Bückeburgs CDU-Chef Thorwald Hey, der Stratmann ein Exemplar des Buches "Unbekanntes Bückeburg" überreichte. Zumüberhaupt ersten Mal war Stratmann im Anschluss noch in Rinteln zu Gast. Gemeinsam mit Runkel, dem Landtagskandidaten Otto Deppmeyer aus Hessisch Oldendorf und mehreren Mitgliedern der Rintelner CDU absolvierte der Minister einen durchaus sportlichen Stadtrundgang: Im Eiltempo passierte der Tross unter Führung von Museumsleiter Dr. Stefan Meyer die Weserrenaissance-Bauten am Marktplatz, das Archivhäuschen an der Ritterstraße und den Prinzenhof. Bewunderung zeigte Stratmann dabei besonders für das Haus in der Bäckerstraße, in dem der Friseursalon Werner untergebracht ist: "Das dürfte wohl einer der schönsten Friseurläden Deutschlands sein." Zum Debakel um die Erlebniswelt Renaissance (EWR)äußerte sich Stratmann bei der kurzen Stadtführung nur am Rande. Das Gesamtprojekt halte er nach wie vor für "großartig", bei der Frage einer möglichen Nach-Finanzierung des Landes hielt sich Stratmann hingegen bedeckt: "Das ist Sache des Wirtschaftsministers." Was die so genannten "E-Guider"sind, weiß der Minister allerdings genau: "Das sind die Dinger, die nicht funktionieren." Mehr Zeit ließ sich die Gruppe in der Eulenburg - und hier zeigte sich Stratmann "positiv überrascht" und lobte die modernen Präsentationstechniken des Museums: "Das haben Sie sehr schön gemacht", stellte er die Eulenburg als positives Beispiel gegenüber anderen kleinen Museen heraus, die häufig nicht aufdem Stand der Dinge seien. "Ich sehe ja viele Museen, und da sehe ich auch viel Elend." Zum Abschiedüberreichte Rintelns CDU-Stadtverbandsvorsitzender Veit Rauch dem Minister einen Glaskrug mit Hartinger-Bier: "Natürlich das Dunkle - das passt zu uns Schwarzen..."

Rintelns CDU-Chef Veit Rauchüberreicht dem Gast einen Glaskrug m
  • Rintelns CDU-Chef Veit Rauchüberreicht dem Gast einen Glaskrug mit Hartinger-Bier.
Rintelns Museumsleiter Dr. Stefan Meyer (l.) erläutert dem Minis
  • Rintelns Museumsleiter Dr. Stefan Meyer (l.) erläutert dem Minister das Konzept der Dauerausstellung in der Eulenburg. Fotos (2): tol

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare