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Ferienkinder kochen und backen in Ahnsen / Einladung der Kirchengemeinde

"Für das nächste Mal bringen wir eigene Rezepte aus Swonez mit!"

Ahnsen (sig). Sofort beim Betreten des Gebäudes der Freien evangelischen Gemeinde Bad Eilsen in Ahnsen steigt süßer Vanilleduft in die Nase. Aus den Räumen tönt Kinderlachen. Da muss etwas Besonderes los sein - und in der Tat: Die Kirchengemeinde hatte Besuch von 13 Jungen und Mädchen aus Swonez, dem weißrussischen Patendorf.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 08:48 Uhr

Hier werden die rohen Kartoffeln für die Puffer zerkleinert. Fot

In der Küche werkeln die jungen Feriengäste, auch Jungen sind dabei. In ihrem Heimatland wäre dies eine Seltenheit. Dort werden die Arbeiten streng aufgeteilt: Die Männer erledigten die Feldarbeit, die Frauen die Hausarbeit inklusive Kochen. Doch hier konnten die Jungen überredet werden und hatten dann auch sichtlich Spaß an dieser Beschäftigung.. Zwei von den Kindern gebackene Topfkuchen erhielten im Ofen ihr knusprigesÄußeres. Den Tisch hatten die Kinder schon vorher gedeckt, und um die Hauptspeisen kümmerten sie sich gerade. Ein Junge rieb rohe Kartoffeln, zwei Mädchen zerkleinerten sie in einem Fleischwolf. Am Ende kam ein Brei heraus, aus dem mit Zwiebeln, Salz und Pfeffer in zwei Pfannen leckere Kartoffelpuffer entstanden. Dazu gab es Apfelmus und (auf Wunsch der Gäste) saure Sahne. Günter Bergmann, der zusammen mit Elfriede Stuckert und Marion Prasuhn die Feriengäste an diesem Vormittag betreute: "Solche Kartoffelpuffer gibt es auch in Weißrussland, aber dort ohne Zwiebeln, dafür aber mit saurer Sahne". Ungewöhnlich für die Kinder ist an der deutschen Kost, dass es in ihrer Heimat mehr und größere Fleischportionen gibt. Pudding hingegen kennen sie nicht. Bei ihnen gibt es als Nachspeise Obst, zuweilen auch Tee mit Gebäck. "Die deutsche Küche ist anders, aber durchaus schmackhaft; am meisten mögen wir Spaghetti Bolognese und Pizza", verrieten die Kinder mit Hilfe einer Dolmetscherin. Weil die frühere Reiseleiterin Soja Nikiforowa zurzeit im Krankenhaus liegt, übernehmen gleich zwei Frauen und ein Mann, die seit Jahren in Deutschland leben, ihre Aufgaben: Helena Michaelis, Lena Wittliff und Niklas Stang. Für das nächste Jahr gibt es schon klare Pläne: Die meisten Kinder möchten möglichst nochmals kommen und dann russische Rezepte mitbringen, nach denen hier gebacken und gekocht werden soll. Die Gastgeber dürfen gespannt sein, was dabei herauskommt.



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