weather-image
13°
Seniorenbeirat will noch Einfluss nehmen auf die Gestaltung der Fußgängerzone

Für Bäume, Beete und Bänke aus Stahl

Hameln (ni). Das alte Pflaster soll bleiben, kein Baum fallen und auch kein Pflanzbeet verschwinden - im Arbeitskreis "Sanierung Fußgängerzone" des Hamelner Seniorenbeirates erhebt sich keine Stimme für eine grundlegende Neugestaltung von Osterstraße, Bäckerstraße und Pferdemarkt. Ordentlich sauber machen, die großen Gewächse ein bisschen in Form bringen, die Unebenheiten im Bodenbelag beseitigen ("Die alten Steine aufnehmen und neu verlegen") und die lehnenlosen Holzbänke durch das bewährte Edelstahlmodell ersetzen ("Die sind pflegeleicht") - die Senioren plädieren für eine sparsame Variante der Renovierung.

veröffentlicht am 01.06.2007 um 12:35 Uhr
aktualisiert am 27.03.2009 um 13:27 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hameln (ni). Das alte Pflaster soll bleiben, kein Baum fallen und auch kein Pflanzbeet verschwinden - im Arbeitskreis "Sanierung Fußgängerzone" des Hamelner Seniorenbeirates erhebt sich keine Stimme für eine grundlegende Neugestaltung von Osterstraße, Bäckerstraße und Pferdemarkt. Ordentlich sauber machen, die großen Gewächse ein bisschen in Form bringen, die Unebenheiten im Bodenbelag beseitigen ("Die alten Steine aufnehmen und neu verlegen") und die lehnenlosen Holzbänke durch das bewährte Edelstahlmodell ersetzen ("Die sind pflegeleicht") - die Senioren plädieren für eine sparsame Variante der Renovierung. Zum einen der Kosten wegen, aber viel mehr noch aus der tiefen Überzeugung, dass die Fußgängerzone "schön ist, so wie sie ist". Ralf Hermes vom BUND, eingeladen, um bei der Sitzung des Arbeitskreises die Position der Umweltorganisation zu den Umgestaltungsplänen der Bremer Architektin Anke Deeken darzulegen, findet bei den Senioren nahezu ungeteilte Zustimmung für seine Rundum-Kritik an deren "Einheitsplanungsbrei". Sie sind sich mit ihm einig in der Auffassung, dass jeder Baum und jedes Beet weniger die "Aufenhaltsqualität" der Fußgängerzone verschlechtern, das viele Geld für eine Neugestaltung besser an anderer Stelle eingesetzt wäre. Und sie widersprechen nicht, als Hermes sagt: Die Stadt habe viel Geld in die ECE-Planung gesteckt. Und wenn das ECE viele Leute in die Stadt ziehe, "dann reicht das", müsse man die mit ECE konkurrierende City "nicht auch noch mit viel Geld unterstützen". Kleinigkeiten könnten und sollten verbessert werden - auch darin ist sich der Vorsitzende des Seniorenbeirates, Emil Nikolaus, mit Hermes einig. Nikolaus will darum mit dem Gremium in einer weiteren Sitzung am 18. Juni eine Stellungnahme zum Thema Fußgängerzonensanierung erarbeiten, "in der wir klar sagen, das wollen wir und das nicht". Er hat keinen Zweifel daran, dass die Stimme des Seniorenbeirates in Politik und Verwaltung Gewicht hat: "Wir können Einfluss nehmen" - wie beim ECE, "da haben wir uns für den Bau ausgesprochen und es wird gebaut." Allerdings: Am 6. Juni will der Rat die Entwurfsplanung für die Fußgängerzone beschließen. Damit wäre die Ausführung zwar noch nicht bis ins Detail festgelegt, wohl aber die grundsätzliche Entscheidung für eine Neugestaltung nach den Plänen Anke Deekens gefallen. Und die sehen eindeutig mehr vor als Putzen und Flicken. Geht es nach dem Seniorenbeirat der Stadt Hameln, dürfen Beete und Bäume in der Fußgängerzone nicht angetastet werden. Foto: Wal



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare