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Lebenshilfe Stadthagen: Wohnanlage für Menschen mit Behinderung besteht seit 20 Jahren

Für alle gilt: "Das war wie laufen lernen"

Stadthagen (sk). Vor 20 Jahren ist am Ostring die Wohnanlage für Menschen mit Behinderung eingeweiht worden. Bewohner der Anlage, Freunde und Verwandte, Mitarbeiter der Einrichtung sowie Vorstands- und Verwaltungsratsmitglieder der Lebenshilfe Stadthagen GmbH, Träger der Anlage, haben am Sonnabend den Geburtstag der Wohnanlage gefeiert.

veröffentlicht am 05.02.2007 um 00:00 Uhr

Im Kreis langjähriger Mitarbeiter sowie Manfred Seller (hintere

40 Bewohner und 15 Mitarbeiter zählte die Anlage 1987, heute leben dort 70 Frauen und Männer, und die Zahl der Mitarbeiter hat sich verdoppelt. Zwei Außenwohngruppen (Am Krähenweg und Auf der Höhe) sind inzwischen entstanden, ein Neubau mit acht Wohnplätzen am Ostring ist im Bau. Mit dem Start der Einrichtung betraten damals alle Neuland. Die Bewohner fanden sich in einer neuen Lebenssituation mit Herausforderung zu mehr Selbständigkeit wieder (siehe Kasten). Viele Mitarbeiter hatten in umfassender Form noch nicht mit erwachsenen behinderten Menschen gearbeitet, und die Eltern schließlich mussten ihre nun erwachsenen behinderten Kinder loslassen. Für alle galt: "Das war wie laufen lernen", so die Leiterin der Wohnanlage, Evelin Lehn. Die Idee zur Wohnanlage war aus Zukunftssorge der Eltern geboren, deren behinderte Kinder die Tagesbildungsstätte am Ostring besuchten. Was sollte aus den Kindern werden, wenn die Eltern, alt würden und verstarben? Die Verwirklichung der Wohnanlage habe vor allem Gerd Mühlmeister mit "Ausdauer, Konsequenz und Zielstrebigkeit" verfolgt. Lebenshilfe-Geschäftsführer Manfred Seller: "Gebe es Gerd Mühlmeister nicht, gebe es dieses Wohnheim nicht". Mit Blumen begrüßt und geehrt wurden unter anderem 25 Bewohner, die seit 20 Jahren in der Anlage leben sowie die Mitarbeiter Karl Schwarz, Susanne Schwarz, Bärbel Micklisch, Günter Schönbeck, Rosina Cicigoi und Evelin Lehn, die von Beginn an für die Bewohner da waren. Für das gute menschliche Klima in Wohnheim und Außenanlagen spräche, dass es im Mitarbeiterkreis kaum Fluktuation gäbe, so Seller. Dass nur eine gute Gemeinschaft es geschafft habe, das Ziel Wohnanlage zu erreichen, betonte Klaus-Dieter Wilkening, stellvertretender Vorsitzender der Lebenshilfe. In deren Namen überreichte er Evelin Lehn einen Scheck über 1000 Euro für die Einrichtung.

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