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Letzte Schritte 2009 im Buchholzer Neubaugebiet / Die Anwohner werden 2010 zur Kasse gebeten

Für 300 000 Euro: "Portugall" wird ausgebaut

Buchholz (tw). Die gute Nachricht zuerst: Die Gemeinde wird 2009 den Endausbau der Straße "Auf der Portugall" in Angriff nehmen und dafür im Haushalt des kommenden Jahres 300 000 Euro locker machen; die Kosten waren erstmals 2004 ermittelt worden. Die "schlechte" Nachricht: 2010 und damit ei n Jahr später will die Gemeinde anteilig Geld von den Bürgern sehen.

veröffentlicht am 27.11.2008 um 00:00 Uhr

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Einmütig beschlossen hat's das Buchholzer Ortsparlament während seiner jüngsten Zusammenkunft im Dorfgemeinschaftshaus an der Bückebergstraße mit den Stimmen von Wählergemeinschaft (WiB) und SPD. Hintergrund: "Im Neubaugebiet", weiß Bürgermeister Hartmut Krause (WiB), "sind von 23 Bauplätzen erst 13 bebaut respektive verkauft." Das entspricht einem Wert von etwa 60 Prozent. Anders ausgedrückt: die Nachfrage stagniert. Um sie anzukurbeln, sollen zum Beispiel die Straßenbeleuchtung installiert und das Entwässern der Oberflächen geregelt werden. Parallel dazu sollen die Anwohner ihre Grundstückseinfahrten befestigen können. "Die Erstattungen für die komplette Erschließung inklusive Endausbau", sagt der Bürgermeister, "werden wir dann im Herbst 2010 von den Anliegern einfordern." Bislang hatte die Gemeinde noch darauf verzichtet, war im Gegenzug auch noch nichts gezahlt worden. WiB-Sprecherin Gudrun Spiller: "Es ist gut, dass die Betroffenen schon frühzeitig - nämlich etwa eineinhalb bis zwei Jahre vorher - wissen, dass da finanziell etwas auf sie zu kommt." Dabei will die Gemeinde beim Endausbau keinesfalls protzen: "Vernünftig muss er sein, ja - aber nicht zu hochwertig", fasst Krause die Meinung des Ortsparlaments zusammen. Die Planungen soll einmal mehr das Ingenieurbüro Kirchner mit Sitz in Stadthagen übernehmen; die Gemeinde rechnet mit Planungskosten in Höhe von 25 000 Euro, die aber ebenso wie die Mehrwertsteuer im Gesamtbetrag von 300 000 Euro bereits enthalten sind. Auch die SPD unter Fraktionschef Klaus Kappmeier trägt den nunmehrigen Endausbau im Grundsatz mit, gibt aber zu bedenken, "dass wir den bisherigen Plänen nicht entnehmen können, wie der konkret aussehen soll." Bislang ist nur bekannt, dass das Gebiet als Tempo-30-Zone zwar verkehrsberuhigt, aber keine reine Spielstraße werden soll, in der dann nämlich Schrittgeschwindigkeit gefahren werden müsste. Das mit dem Infodefizit lässt sich indes ändern: Ein Kirchner-Ingenieur soll ebenso wie ein Fachmann des Energieversorgers E.ON zu einer der nächsten Ratssitzungen geladen werden und Vorschläge zu Details des Endausbaus unterbreiten. "Und weil diese Zusammenkunft natürlich öffentlich ist, hoffen wir, dass dann auch möglichst viele Anwohner kommen und ihre Meinung sagen werden", so der Bürgermeister.



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