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Vor Gericht: Schlägerei nach "Doktorsee in Flammen" / Arbeiter verletzt im Krankenhaus

Fünf prügeln - aber nur zwei verurteilt

Rinteln (maf). Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung am Doktorsee ist ein 25-jähriger Arbeiter in einer Julinacht 2005 von mindestens fünf Jugendlichen verprügelt worden.

veröffentlicht am 13.10.2006 um 00:00 Uhr

Nun hat Richter Christian Rost einen Schüler (16) und einen Auszubildenden (18) wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung zu je zwei Freizeitarresten verurteilt. Dagegen wurden zwei mitangeklagte Jugendliche freigesprochen, weil ihnen eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden konnte. Weitere Angreifer blieben bis heute unerkannt. Der Fall: Gegen ein Uhr am Morgen verließ der Arbeiter die Veranstaltung "Doktorsee in Flammen" und wartete am Ausgang auf eine Begleiterin. Weil sich vor der Toilette eine Schlange gebildet hatte, pinkelte der angetrunkene Mann in eine Ecke. Einer der Angeklagten sah das, sprach ihn darauf an und behauptete gar, der Arbeiter habe sein Hosenbein beschmutzt. Dies bestritt der 25-Jährige allerdings vehement. Daraus entwickelte sich eine handfest Auseinandersetzung: Es wurde geschubst und gestritten, ehe der angetrunkene Mann mit mehreren Frauen zum Auto ging. Auf einem Stoppelfeld wurde er von den Jugendlichen eingeholt, von hinten angegriffen und zu Boden gerissen. Anschließend traten mindestens fünf Täter auf das Opfer ein. Als seine Freundin helfend eingreifen und die Jugendlichen wegziehen wollte, wurde sie ebenfalls angegriffen. Die Gruppe verschwand in der Dunkelheit und versteckte sich in einem Kornfeld, wo die Jugendlichen von der Polizei herausgeholt werden mussten. Der Arbeiter, der Tritte gegen Kopf und Schulter abbekommen hatte, wurde im Rintelner Krankenhausärztlich versorgt.

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