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Auftaktveranstaltung der "Leader+"-Region "Westliches Weserbergland" in Aerzen mit Workshop

Fünf Kommunen hoffen auf Geld von der EU

Auftakt: Regionalmanager Heiko Wiebusch (r.) erläutert den Teilnehmern des Workshops in der Grundschule Aerzen die neuen Rahmenbedingungen. Foto: Wal Landkreis/Aerzen (cb). Sie bringen bereits Erfahrungen mit - und sie wollen auf ihrer Erfolgsgeschichte aufbauen: die Städte und Gemeinden der Region "Westliches Weserbergland", die in den vergangenen Jahren für viele Projekte gemeinsam Geld aus Brüssel eingeworben haben. Eines der bekanntesten: die Schillat-Höhle. Daran wollen die Verantwortlichen aus Rinteln, Hessisch Oldendorf, Hameln, Aerzen und neuerdings Auetal anknüpfen. Am Freitag trafen sie sich in Aerzen zu einem Strategieworkshop, um sich als "Leader+"-Region für den EU-Förderzeitraum 2007 bis 2013 zu bewerben. Ihr Motto: "Gemeinsam die Zukunft gestalten."

veröffentlicht am 06.03.2007 um 00:00 Uhr

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Zahlreiche Teilnehmer aus Politik und Verwaltung, unter ihnen Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und Auetals Verwaltungschef Thomas Priemer, sowie Vertreter von Interessenverbänden wie Landvolk und Tourismus und einige teilnehmende Privatpersonen befassten sich in der Grundschule Aerzen mit der Fortschreibung der im Jahr 2001 aufgestellten "Leader+"-Konzeption. Dabei galt es, Ziele und Projekte für ein neues Konzept zu entwickeln, um eventuell im Herbst zu den rund 30 "Leader+"-Regionen in Niedersachsen zu gehören, die erneut Zuschüsse aus Brüssel erhalten können. Dass es sich lohnt, hatten Otto Deppmeyer, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe, und Regionalmanager Heiko Wiebusch von der GfL Planungs- und Ingenieurgesellschaft GmbH schon in ihrer Einladung klargemacht. Die Region "Westliches Weserbergland" habe im Zeitraum von 2000 bis 2006 "viele richtungsweisende Projekte realisiert". Laut Bilanz waren es rund 35. So wurden insgesamt 773 000 Euro für die Erschließung der Tropfsteinhöhle in Langenfeld eingeworben, in anderen Fällen gab es Geld für Planungen im Hochwasserschutz oder zur Qualifizierung von Frauen im ländlichen Raum. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp vier Millionen Euro. In den Arbeitsgruppen "Tourismus und Erholung", "Dorf, Kultur und Qualifizierung" und "Landwirtschaft und Umwelt"überlegten sich die Teilnehmer des Workshops, welche Projekte weiterzuführen seien und welche Ideen und Themen neu aufgegriffen werden sollten. Die konzeptionelle Arbeit liegt jetzt beim Regionalmanagement. "Wir haben eine strategische Linie", so Wiebusch über die Ergebnisse, wobei er einräumte, dass einige Vorschläge "auch auf der Strecke bleiben könnten". Dezente Hinweise, dass die fünf beteiligten Kommunen gute Aussichten auf eine erfolgreiche Bewerbung haben, gab Dezernatsleiter Kurt-Ulrich Schulz vom Amt für Landentwicklung in Hannover. "Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht,dass die Entwicklung des Weserberglandes vorangebracht werden muss", meinte er. Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner hatte betont, man müsse gemeinsam vorgehen, um den ländlichen Raum zu stärken. "Wir müssen das Kirchturmdenken überwinden", meinte Wagner. Dass es im neuen Förderzeitraum weniger um Leuchtturm-Projekte wie die Schillathöhle gehen wird, davon geht Hessisch Oldendorfs Stadtdirektor Wilhelm Kuhlmann aus. Besonders die touristische Infrastruktur gelte es auszubauen. Das sieht Hartmut Deppmeyer, Fachbereichsleiter bei der Stadt Hameln,ähnlich. Am Beispiel des Weserradweges machte er die Notwendigkeit deutlich, die Orte im Hinterland besser für den Tourismus zu erschließen. Laut Wiebusch gilt es, eine Modellregion für den Weserradweg zu entwickeln. Doch gehe es nicht nur um touristische Schwerpunkte. Weitere Herausforderungen, die Wiebusch nannte: die Dorfentwicklung und den Hochwasserschutz.



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