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Verkehrssünder im Fokus der Polizei: Alkohol- und Drogenmissbrauch im Mittelpunkt

"Führerschein und Fahrzeugpapiere, bitte!"

Bad Nenndorf (oke). "Den Führerschein und die Fahrzeugpapiere, bitte!" Die übliche Formel der Polizeibeamten bei Verkehrskontrollen ist vielen Autofahrern bekannt. Jetzt startete die Polizei zum wiederholten Mal eine länderübergreifende Kontrollaktion, um gegen Verkehrssünder vorzugehen. Die Autofahrer in Bad Nenndorf und Umland zeigten sich gesetzestreu.

veröffentlicht am 21.02.2007 um 00:00 Uhr

Der "Alcomat" bestätigt: Dieser Mann fährt nüchtern und geht mit

Mit mehreren Streifenwagen hat sich das Polizeikommissariat Bad Nenndorf, in dessen Aufgabenbereich auch Rodenberg sowie Lauenau fallen, an der Kontrollaktion beteiligt. Außer der üblichen verkehrstechnischen Überprüfung der Fahrzeuge achteten die Beamten dieses Mal verstärkt darauf, ob die angehaltenen Fahrer Alkohol oder sonstige Drogen zu sich genommen hatten. An fünf Stationen postierten sich die Polizisten, um stichprobenartig Autos an den Straßenrand zu winken. Hauptkommissar Arno Hansing, Außendienstleiter und Koordinator der Aktion in Bad Nenndorf, zeigte sich erfreut über die Ergebnisse. Insgesamt 57 Personen wurden auf ihre Fahrtüchtigkeit überprüft, allerdings wurde der Grenzwert von 0,5 Promille nicht einmal überschritten. Somit entfielen zwar die Blutproben, die ansonsten notwendig gewordenen wären. Das obligatorische Pusten in das Alkoholtestgerät oder der Drogenschnelltest musste der ein oder andere dennoch über sich ergehen lassen. Die Ergebnisse fügen sich nahtlos in den Trend der vergangenen Jahre ein. Die offizielle Zahl der Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung ist in Bad Nenndorf und Umgebung seit Jahren konstant niedrig. Die Dunkelziffer hingegen könne nicht genau beziffert werden. Hierzu seien noch mehr Kontrollen notwendig, die den personellen Rahmen jedoch sprengen würden, so Hansing. Auch in den umliegenden Gemeinden zeigte sich eineähnliches Bild. Wie Aribert Ebeling, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg mitteilte, hätte von 552 kontrollierten Fahrzeugführern keiner die erlaubten Höchstwerte überschritten. Ein Grund, die Bemühungen nun zurück zu schrauben, bestehe jedoch nicht. "Die Verkehrsteilnehmer können sich darauf einstellen, dass die Polizei auch künftig solche Kontrollen durchführen wird, besonders dann, wenn Anlässe wie Karneval oder Weihnachtsfeiern anstehen", so der Hauptkommissar.

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