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VfL Bad Nenndorf teilt sich Helfer mit JSG Nordschaumburg und ETSV Haste

FSJ-Kooperation: Gewinner auf allen Seiten

Bad Nenndorf (tes). Aufgrund der guten Erfahrungen hat der VfL Bad Nenndorf dieses Jahr in Kooperation mit den benachbarten Vereinen, dem ETSV Haste und der JSG Schaumburg, einen weiteren Helfer im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) eingestellt.

veröffentlicht am 10.09.2007 um 00:00 Uhr

Die Vertreter von VfL Bad Nenndorf, ETSV Haste und JSG Schaumbur

Der personelle Aufwand in der Jugendarbeit ist für kleinere Vereine nur mit ehrenamtlichen Kräften kaum noch zu bewältigen. Eine wichtige Hilfe sind Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr. Diese können allerdings nur eingesetzt werden, wenn der Verein über entsprechende Ressourcen verfügt. Kräfte bündeln heißt die Devise: Der VfL, mit 1700 Mitgliedern zweitgrößter Verein in Schaumburg, unterstützt die beiden kleineren Vereine, indem dieser jetzt zwei FSJler mit ETSV und JSG teilt. "Der ETSV ist alleine zu klein, um einen ,ganzen' FSJler zu beschäftigen", erklärt Silke Engelking, Leiterin der Geschäftsstelle beim VfL, die Voraussetzungen. Denn beide Helfer müssen von einem fachkundigen Ansprechpartner begleitet werden. Bisher ist nur der VfL personell in der Lage, dies zu leisten. Die FSJler sind jeweils zur Hälfte beim VfL und zudem entweder in der JSG oder dem ETSV Haste tätig. "Betreut werden sie bei uns", benennt Engelking den VfL als deren offizielle Einsatzstelle. Seit dem 1. Juli arbeitet der Abiturient Christian Schumacher aus Bad Nenndorf beim VfL. Er wird besonders in der Schwimmabteilung eingesetzt und unterstützt zudem ab sofort den ETSV in der Verwaltungs- und Jugendarbeit. Schumacher sorgt in Haste für Erleichterung: Besonders die Fußballtrainer hatten dringend Hilfe angemahnt. Der Abiturient freut sich auf die Arbeit mit den Nachwuchskickern, obwohl er selbst eigentlich Schwimmer sei. "Kein Problem", meint Jugendtrainer Matthias Tatge vom ETSV, "ich bin ja immer dabei." Diese Lösung sei ein Schritt in die richtige Richtung, lobt Tatge die gute Zusammenarbeit mit dem VfL. Langfristig benötige der ETSV einen "ganzen" FSJler. Der zweite freiwillige Helfer, Philip Lüdtke, tritt seinen Dienst am 1. Oktober an und wird besonders in der Jugendabteilung der Handballer des VfL und der JSG mitarbeiten. Weitere Aufgaben übernehmen die beiden bei den Internetauftritten der Vereine, der Mitgliederverwaltung sowie der Planung eigener Projekte und Veranstaltungen. Im Rückblick auf die ersten Wochen sagt Schumacher, was einen guten FSJler ausmacht: "Motiviert zu sein. Es kommt weniger auf sportliche Ziele an." Für das Freiwillige Soziale Jahr habe er sich entschieden, "um noch mal ein Jahr für meinen Verein da zu sein, bevor es mit dem beruflichen Werdegang weitergeht". Als "schöne Sache" bezeichnet er zudem: "Nebenbei hab' ich den Trainerschein gemacht." Zum 30. September wird der bisherige FSJler Christopher Maier nach einem Jahr den Klub verlassen. Bereut habe er die Entscheidung für das FSJ nie: "Für mich geht ein interessantes zu Ende. "



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