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Punks, Piraten und Gerippe in der "Stätte" / Juut und jerne fuffzich Jecken in der Altersabteilung

Frohsinn - von Chaos-Spiel bis Senf-Berliner

Bückeburg (bus). Anders als bei den Rosenmontagsumzügen im Rheinland, wo es in diesem Jahr mehr Regentropfen als Kamelle geschüttet haben soll, ist am Montag der närrische Teil der Bückeburger Faschingsszene von vornherein auf Nummer Sicher gegangen und hat seine Festivitäten in witterungsunabhängigen Räumen veranstaltet.

veröffentlicht am 06.02.2008 um 00:00 Uhr

Bevor Jugend und Mittelalter am Abend im Rathaussaal die "fünfte Jahreszeit" feierten, nutzten Nachwuchs und Senioren die Nachmittagsstunden, um Prinz Karneval ihre Reverenz zu erweisen. In der Jugendfreizeitstätte war zwar offiziell nur ein "Spielenachmittag" angekündigt, die angesprochenen, zwischen sieben und zwölf Jahre alten Mädchen und Jungen wussten aber dennoch, was die amüsante Stunde geschlagen hatte. Fast alle der zwei Dutzend Teilnehmer (und alle vier Betreuer) hatten sich phantasievoll kostümiert. Wilde Punks, schräge Piraten und Furcht einflößende Gerippe waren ebenso anzutreffen wie Gestalten aus dem Morgenland, Ballerinen und Zauberkünstler. Auf dem Programm stand ein Chaos-Spiel, das die munter umeinander wuselnde Festgesellschaft in alle Winkel der "Stätte" führte. "Zugewinnen gibt es außer Preisen jede Menge Spaß", so das Betreuer-Quartett. In der Seniorenbegegnungsstätte entpuppten sich bei genauem Hinsehen die vermeintlich Gelackmeierten als Gewinner - Karnevalisten, die einen mit Senf statt mit Marmelade gefüllten "Berliner" erwischten, erhielten zum Trost Sonderpräsente. Die Altersabteilung stand in puncto einfallsreicher Verkleidung den Kindern in nichts nach. Auffallend war nur, dass das Organisationsteam der Party - Motto: Musik, Tanz, Sekt und Berliner - ein wenig mehr Augenmerk auf die Ausstattung mit Konfetti und Luftschlangen gelegt hatte. Juut und jerne fuffzich Jecken hatten um 14 Uhr den Treffpunkt geentert. Für die Lachsalven-Höhepunkte zeichneten Angela Roth und Heike Sareyka verantwortlich. Das Duo kam zunächst als feudelnde Putzkolonne daher und ließ der Raumpflege anschließend einen Ausflug in die lustig-missverstandene Fremdwörterwelt folgen. Roth setzte hernach der allgemeinen Heiterkeit mit einer quietschlustigen Geschichte aus dem Hessischen die Krone auf. Weiteren Sonderbeifall - Sareyka: "Wir haben selten so viel getanzt" - verdienten sich Roy Ostermeier, der dem Treiben eine musikalisch stimmige Basis lieferte, und Dieter Leimbach, dem - kurz bevor es fast Nacht war - ein Kleingärtner-Sketch gelang.



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