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Drei tolle Tage lang: Borstel feiert Erntefest / Siedlung serviert Suppe nach 20 Jahre altem Rezept

Fröhlich feiern mit festlichem Ernteumzug

Borstel (la). Drei tolle Tage lang hat ganz Borstel Erntefest gefeiert. Höhepunkt war der große Umzug mit fünf festlich geschmückten Wagen. Bei strahlendem Sonnenschein zogen die fröhlichen Borsteler am Sonntag mehr als vier Stunden durch ihr Dorf.

veröffentlicht am 19.09.2006 um 00:00 Uhr

Was braucht man für einen Ernteumzug? Geschmückte Wagen, fröhlic

Fast pünktlich konnte Cheforganisator Dirk Remmers vor dem Dorfgemeinschaftshaus den Startschuss für den Umzug geben. An der Spitze der Kolonne rollte der Wagen der Dorfjugend. Neben Ähren war der Wagen mit Laugenbrezeln geschmückt. "Unsere Notration für unterwegs", meinte Jasmin Bringsken schmunzelnd. Mais und Sonnenblumen schmückten den Wagen der "Schweineparty" und zur Erinnerung an die Fußball-WM wehte eine Brasilienfahne am Heck. Mit tausendenÄhren kunstvoll geschmückt war der Wagen des TTC Borstel. Die Sportler übernehmen stets die Hauptorganisation des Erntefestes. Jung und Alt hatten den Wagen gemeinsam geschmückt und genossen nun die Fahrt durch das Dorf. Den vierten Wagen hatte die Siedlung geschmückt und im fünften Wagen waren die "Rallertaschen", die jungen Familien des Dorfes, unterwegs. An vier Stationen machten die Wagen Halt. Der erste Stopp wurde auf dem Spielplatz in der Siedlung eingelegt. In einem großen Kessel über offenem Feuer köchelte eine deftige Suppe und Gerda Wilkening und Renate Kleinebokermann hatten alle Hände voll zu tun, um die hungrige Gesellschaft "abzufüttern". "Lecker und genau die richtige Grundlage, die wir brauchen", freute sich Erntebauer Jens Büthe. "Chefkoch" Wolfgang Kober hatte die "Erntefestsuppe" zubereitet. "Das machen wir schon seit 20 Jahren und immer nach dem gleichen Rezept", verriet Kober. Natürlich gab es auch reichlich kühle Getränke. Um die Kosten zu decken, war zuvor bei den Bewohnern der Siedlung gesammelt worden. Für Unterhaltung sorgte die Volkstanzgruppe Auetal. Bevor der Zug wieder rollte, stieß Verwaltungsvize Thomas Priemer zu der fröhlichen Gesellschaft. "Es ist hervorragend, dass hier in Borstel noch regelmäßig an der Tradition des Erntefestes festgehalten wird. Das fördert das Miteinander und zeugt von einer guten Dorfgemeinschaft", so Priemer, der sich auf einen der Wagen schwang und den Umzug bis zum Ende begleitete. Weiter ging es über die Borsteler Hude, wo ebenfalls eine Rast eingelegt wurde, über Kathrinhagen, Poggenhagen bis zum Hof von Friedrich Bredemeier, wo es natürlich auchdas eine oder andere Getränk gab. Weitere Stopps wurden bei Gerd Maron und Michael Rüter eingelegt, bevor der Umzug nach gut vier Stunden bei Landwirt Heinrich Blaue endete. Zum Abschluss des dreitägigen Erntefestes traf man sich noch im Dorfgemeinschaftshaus und ließ dort den Tag in gemütlicher Runde ausklingen. Begonnen hatte das Fest bereits am Freitag mit einer Andacht auf dem Hof des Erntebauernpaares Jens und Christina Büthe. Mit einem Toltermarsch wurde danach im Dorf für die Teilnahme an dem Fest geworben. Am Sonnabend hatte die Tanzband "Happy Connection" im Dorfgemeinschaftshaus für Stimmung gesorgt.

Das Rezept bleibt geheim: Gerda Wilkening (l.) und Renate Kleine
  • Das Rezept bleibt geheim: Gerda Wilkening (l.) und Renate Kleinebokermann schöpfen die heiße Suppe aus dem großen Kessel.
Erntebauernpaar: Jens und Christina Büthe mit Sohn Justus (4).
  • Erntebauernpaar: Jens und Christina Büthe mit Sohn Justus (4).
Die Dorfjugend feiert fröhlich auf ihrem festlich geschmückten W
  • Die Dorfjugend feiert fröhlich auf ihrem festlich geschmückten Wagen.

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