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Wiedersehen nach 21 Jahren / Stürmischer Beifall / Konzertfotos auf Homepage

"Frizzy Börnd's Bandstand": Profimucker jammen im Park-Café

Bückeburg. Samtene Saxophonklänge, ein Uraltkeyboard und eine kraftvolle Jazz-Röhre: Diese Mischung hat das Park- Café am Wochenende zur angesagten Clubbing-Zone und Bückeburg für Stunden zur Hauptstadt des Smooth-Bar-Jazz gemacht.

veröffentlicht am 01.11.2006 um 00:00 Uhr

Autor:

Michael Grundmeier

Extra aus Berlin war der gebürtige Schaumburger Bernd "Börnd" Suchland - Bruder von Frank Suchland - angereist, um seinen alten Freund Frizz "Frizzy" Feick wiederzutreffen und gemeinsam mit ihm zu jammen. 21 Jahre ist es her, dass die beiden "Profimucker" als "Frizzy Börnd's Bandstand" durch heimische Clubs tingelten, dann aber musikalisch getrennte Wege gingen. 2005 wurde die alte Formation reaktiviert- und das "Jubiläums"-Konzert im Parkcafe ein großer Erfolg. Unter dem Motto "Back for good" kam es deshalb jetzt zu einer Neuauflage des "Play it again Jams":"Wir sind noch mal hier, weil wir 2005 die ganzen Zugaben nicht mehr unterbringen konnten", scherzte der Bückeburger Pianist Feik. Um es gleich vorwegzunehmen: Das gelang auch diesmal nicht - was für das nächste Jahr zumindest hoffen lässt. Trotzdem: obwohl die Combo nach stürmischem Beifall nur drei Zugaben nachreichte, kamen die Gäste wirklich nicht zu kurz. Mehr als zwei Stunden spielte "Frizzy Börnd's Bandstand" Jazz querbeet, von Herbie Hancock bis Louis Armstrong. Getreu ihrer Bar-Jazz-Philosophie, trugen beide Musiker Shirts mit der Aufschrift "Hier bediente Sie..." Und tatsächlich nahmen sich die musikalischen "Servicekräfte" zunächst eher zurück - die Besucher konnten sich unterhalten oder fachsimpeln. Dasänderte sich, als Kati Schifkowski aus Berlin die Bühne betrat. Die Sängerin mit der Samtstimme - "special guest" der Reunion-Tour - säuselte bei den "Smoooooth"-Bar-Knallern "Sunny", "Georgia on my mind" und "Girl from Ipanema" mit Suchlands Sax um die Wette und betrieb Vokalartistik. Zwischen den Stücken winkte die gebürtige Niedernholzerin (bei Lauenhagen) immer wieder ins Publikum; viele Freunde waren gekommen, um die beiden Exil-Schaumburger zu begrüßen. Neben launigen Einlagen, Frizzi Feick als "Stevie Wonder"-Imitator, gaben die drei deshalb auch einige Anekdoten zum Besten. "Erinnert ihr euch noch an Steubers Disko?" fragte Feik das Publikum und Schifkowski wandelte den Liedtext von "Summertime" sogar in die Beschreibung einer Klassenfahrt ab. Das Wiedersehen machte allen Beteiligten Spaß und wurde fotografisch dokumentiert: Feik hatte eine kleine Digitalkamera mitgenommen und knipste wild drauflos: "In der nächsten Woche können Sie sich selbst auf unserer Webseite www.frizzy-boernds-bandstand.de sehen", versprach er den Gästen. Immerhin kann die Bildergalerie vielleicht überdie bandstandlose Zeit hinwegtrösten, denn das nächste Konzert ist noch nicht in Sicht. Die Wahl-Berlinerin Schifkowski jedenfalls verabschiedete sich mit den Worten: "Auf Wiedersehen in 20 Jahren."

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